03. Juli, 2026

Politik

Bundesregierung mahnt zu entschlossenem Handeln: Weg frei für Gaza-Verhandlungen

Bundesregierung mahnt zu entschlossenem Handeln: Weg frei für Gaza-Verhandlungen

Die deutsche Bundesregierung unterstreicht mit ungewöhnlich klaren Worten die Dringlichkeit eines Abschusses der stockenden Verhandlungen über ein Freilassungsabkommen für Geiseln aus den Händen der Hamas im Gaza-Konflikt. Der stellvertretende Regierungssprecher Wolfgang Büchner erklärte, der jüngste, erschütternde Fund von sechs toten israelischen Geiseln verdeutliche die Notwendigkeit eines sofortigen Waffenstillstands, um die Freilassung aller Geiseln zu ermöglichen. "Andere Erwägungen sollten nun zurücktreten", so Büchner weiter.

Büchner appellierte an alle Verhandlungspartner, größtmögliche Flexibilität und Kompromissbereitschaft zu zeigen. Ein Abkommen könnte nicht nur die dringend benötigte humanitäre Hilfe in den Gazastreifen bringen, sondern auch den seit elf Monaten währenden Konflikt entschärfen. Die deutsche Regierung unterstütze den Aufruf der USA, Katars und Ägyptens, rasch zu einer Einigung zu gelangen und den sogenannten Biden-Plan umzusetzen.

Der Plan von US-Präsident Joe Biden umfasst eine zunächst sechswöchige Waffenruhe. In dieser Phase sollen bestimmte Gruppen von Geiseln freikommen, während im Gegenzug palästinensische Gefangene in Israel freigelassen werden. Nach dieser Phase sollen die Kämpfe dauerhaft eingestellt und alle verbliebenen Geiseln freigelassen werden. Schließlich sieht der Entwurf den Wiederaufbau des Gazastreifens vor.

Am Wochenende hatte die israelische Armee den Fund von sechs getöteten Geiseln bekanntgegeben. Sie seien laut israelischem Gesundheitsministerium etwa 48 bis 72 Stunden vor ihrer Auffindung aus nächster Nähe erschossen worden.