04. Juli, 2026

Politik

Brombeer-Koalition in Sachsen: Ein Fruchtbares Bündnis in Aussicht

Brombeer-Koalition in Sachsen: Ein Fruchtbares Bündnis in Aussicht

Eine mögliche Koalition aus CDU, SPD und dem Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen steht bereits unter einem ungewöhnlichen Namen: die "Brombeer-Koalition". Diese Bezeichnung leitet sich von den Farben der beteiligten Parteien ab – Schwarz für die CDU, Rot für die SPD und Lila für das Bündnis Sahra Wagenknecht – und entspringt der Natur, da es keine Nationalflaggen mit dieser Farbkombination gibt.

Der Name „Brombeer-Koalition“ geht auf den Parteienforscher Karl-Rudolf Korte zurück, der den Begriff erstmals in einem Essay zu den Landtagswahlen im Osten verwendet hat. Die Brombeere illustriert dabei die wechselnde Farbenpracht der möglichen Koalitionäre in verschiedenen Reifegraden.

Bei der letzten Landtagswahl erzielte die CDU in Sachsen 31,9 Prozent der Stimmen, gefolgt von der AfD mit 30,6 Prozent. Da der amtierende Ministerpräsident Michael Kretschmer eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit den Linken strikt ablehnt, erscheint eine Koalition mit der SPD (7,3 Prozent) und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (11,8 Prozent) beziehungsweise den Grünen (5,1 Prozent) als einzige Option, um eine Regierungsmehrheit zu sichern.

Bislang wurde Sachsen von einer „Kenia-Koalition“ regiert, bestehend aus CDU, SPD und Grünen, deren Farben sich in der Nationalflagge des ostafrikanischen Kenia wiederfinden. Kretschmer bevorzugte jedoch den Begriff „Sachsen-Koalition“, um die regionale Identität zu betonen.