10. Juli, 2026

Politik

Börsenauftakt geprägt von politischem Wechsel: Kamala Harris als neue Präsidentschaftskandidatin vorgeschlagen

Börsenauftakt geprägt von politischem Wechsel: Kamala Harris als neue Präsidentschaftskandidatin vorgeschlagen

Die Woche verspricht für den US-Aktienmarkt einen optimistischen Start. Die Nachricht vom Wochenende, dass US-Präsident Joe Biden sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur 2024 zurückgezogen hat und seine Stellvertreterin Kamala Harris als Ersatzkandidatin vorschlägt, sorgt für Gesprächsstoff. Zuvor hatten nach einem Attentat auf Donald Trump dessen Chancen wieder gestiegen gewirkt. Nun ergeben sich neue Perspektiven. Ungefähr 45 Minuten vor Eröffnung taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial 0,2 Prozent höher auf 40.385 Punkte. Dies folgt einem Vorwochengewinn von rund 0,7 Prozent. Der Nasdaq 100 wird für Montag mit einer Eröffnung von 1,2 Prozent höher bei 19.749 Zählern erwartet. Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich weiterhin auf die laufende Bilanzsaison und geldpolitische Entwicklungen. Chinas Zentralbank hat am Montag die Leitzinsen gesenkt, um der wirtschaftlichen Schwäche des Landes entgegenzuwirken. In dieser Woche stehen zudem entscheidende Quartalsberichte von Unternehmen wie Alphabet und Tesla an. Konjunkturindikatoren wie das US-Wirtschaftswachstum und der PCE-Preisindex werden ebenfalls beobachtet. Einzelwerte zeigen bereits vorbörsliche Bewegungen. Die Aktien von Verizon fielen um 4,0 Prozent, nachdem die Quartalszahlen des Telekommunikationsriesen im Vergleich zum Vorjahr rückläufig waren, aber weitgehend den Erwartungen der Analysten entsprachen. Auch die Aktien der Bank of America verloren vorbörslich 1,3 Prozent. Dies geschah kurz nach Meldungen, dass Warren Buffetts Firma, Berkshire Hathaway, rund 34 Millionen Aktien der Großbank im Wert von knapp 1,5 Milliarden US-Dollar verkauft hatte. Bemerkenswert ist ebenfalls die Entwicklung der Anteilsscheine von Tellurian, die vorbörslich um 65 Prozent anstiegen. Grund hierfür ist der geplante Kauf des texanischen Erdgasunternehmens durch den australischen Ölkonzern Woodside Energy Group für rund 900 Millionen Dollar. Nicht zuletzt bleiben die Aktien des Cybersicherheitskonzerns Crowdstrike im Fokus, deren Kurs am Freitag eingebrochen war. Ursache war ein Softwareupdate, das weltweit zu erheblichen Computerausfällen führte.