09. Juli, 2026

Politik

Biden drängt Netanjahu auf zügige Vereinbarung: Waffenruhe und humanitäre Hilfe im Fokus

Biden drängt Netanjahu auf zügige Vereinbarung: Waffenruhe und humanitäre Hilfe im Fokus

US-Präsident Joe Biden hat den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zu einem raschen Übereinkommen über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln im Gaza-Konflikt aufgefordert. Im Gespräch im Weißen Haus betonte Biden die Dringlichkeit, bestehende Differenzen schnell zu überwinden, um die Geiseln sicher nach Hause zu bringen und ein dauerhaftes Ende der Kämpfe in Gaza zu erreichen.

Das Verhältnis zwischen Biden und Netanjahu ist seit Langem angespannt und hat sich wegen Israels Vorgehen im Gaza-Konflikt weiter verschlechtert. In ihrem jüngsten Treffen forderte Biden erneut eine Verstärkung der humanitären Hilfe für Gaza und eine Verbesserung des Schutzes der Zivilbevölkerung. Es müsse dringend sicherstellt werden, dass alle Hindernisse für den Fluss von Hilfsgütern beseitigt und die Grundversorgung der Bedürftigen wiederhergestellt werden, so die Mitteilung des Weißen Hauses.

Auch die demokratische Präsidentschaftskandidatin und US-Vizepräsidentin Kamala Harris schloss sich den Forderungen an und appellierte an die israelische Regierung, mehr für den Schutz der notleidenden Menschen im Gazastreifen zu tun. Harris betonte, Israel habe das Recht auf Selbstverteidigung, doch sei es wichtig, wie dieses Recht ausgeübt werde. Sie äußerte ihre "ernste Besorgnis über das Ausmaß des menschlichen Leids im Gazastreifen" und hob die Notwendigkeit hervor, angesichts von Tragödien wie dem Tod unschuldiger Zivilisten und der katastrophalen humanitären Lage nicht gleichgültig zu bleiben.

Sowohl Harris als auch Biden bekräftigten ihre Unterstützung für Israel. Biden versicherte das "eiserne Engagement" der USA für die Sicherheit Israels gegen Bedrohungen durch den Iran und dessen Stellvertreter, darunter die Hamas in Gaza, die Hisbollah im Libanon und die Huthi-Miliz im Jemen.