Die israelische Armee setzt ihre militärischen Operationen im Zentrum und Süden des Gazastreifens fort. Laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde kamen dabei neun Menschen in der Stadt Al-Sawaida ums Leben. Bei einem weiteren Angriff auf den Eingang einer UN-Schule in der Stadt Gaza wurden ebenfalls neun Personen getötet, wie Mitarbeiter des Al-Ahli-Krankenhauses berichten. Die israelische Armee prüft derzeit die vorliegenden Berichte.
Bereits in der Vergangenheit hatte das israelische Militär Schulen des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNRWA) attackiert. Die Armee beschuldigt die Hamas, diese Einrichtungen für militärische Zwecke zu missbrauchen, unter anderem als Kommandozentralen. UNRWA-Generalkommissar Philippe Lazzarini berichtet, dass in den letzten zehn Tagen mindestens acht Schulen im Gazastreifen betroffen waren, von denen sechs von UNRWA betrieben wurden.
Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa meldete, dass bei Angriffen auf die Stadt Rafah sowie auf das Flüchtlingsviertel Nuseirat fünf Menschen ums Leben gekommen seien. Das israelische Militär gab an, Ziele in Rafah angegriffen zu haben, von denen aus Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert worden waren. Die Luftwaffe soll zudem am Dienstag weitere Ziele im gesamten Gazastreifen bombardiert haben. Dabei sind nach Angaben des Militärs unter anderem ein Scharfschütze der Hamas sowie ein weiteres Mitglied der Organisation getötet worden.
Laut den von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörden wurden in den letzten 24 Stunden mindestens 81 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet. Seit Beginn der Auseinandersetzungen beläuft sich die Zahl der Todesopfer demnach auf mindestens 38.794 Menschen, während 89.364 Personen verletzt wurden. Diese Zahlen konnten bislang nicht unabhängig verifiziert werden.