Bundeskanzler Olaf Scholz unterstrich die Bedeutung des jüngsten Abschiebeflugs nach Afghanistan als klares Signal an alle Straftäter. "Es ist ein unmissverständliches Zeichen: Wer Straftaten begeht, kann nicht darauf hoffen, einer Abschiebung zu entgehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diese Maßnahme durchzusetzen, wie der aktuelle Fall beweist", betonte der SPD-Politiker bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Nähe von Leipzig.
Scholz erklärte weiter, dass die Ankündigung, Straftäter auch nach Afghanistan abzuschieben, mit Bedacht und Diskretion umgesetzt wurde. "Solche Vorhaben gelingen nur, wenn sie sorgfältig und ohne großes Aufsehen vorbereitet werden. Heute haben wir diesen Prozess erfolgreich abgeschlossen", fügte der Kanzler hinzu.
Der Abschiebeflug, der am Morgen gestartet war, markiert den ersten derartigen Flug von Deutschland nach Afghanistan seit der Machtübernahme der Taliban vor drei Jahren. Laut Bundesinnenministerin Nancy Faeser befanden sich insgesamt 28 Straftäter an Bord der Maschine.