Die US-Regierung intensiviert ihre Bemühungen um eine Deeskalation im Nahen Osten angesichts der Gefahr von Vergeltungsschlägen des Irans und seiner Verbündeten gegen Israel. Die Situation sei für die Region von entscheidender Bedeutung, wie der Sprecher des US-Außenministeriums, Matthew Miller, in Washington betonte. US-Außenminister Antony Blinken hat sowohl mit dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty als auch mit Katars Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani gesprochen, um Spannungen zu mindern.
Miller verdeutlichte, dass eine Eskalation niemandem nütze. Sie liege weder im Interesse einzelner Länder, noch der Region, geschweige denn der Millionen von Zivilisten. Seit dem 7. Oktober habe es verschiedene kritische Momente gegeben, in denen die Gefahr einer Eskalation besonders hoch gewesen sei. 'Jetzt ist einer dieser Zeitpunkte', sagte Miller.
Die jüngsten Tötungen des Hisbollah-Kommandeurs Fuad Schukr in Beirut und des Hamas-Auslandschefs Ismail Hanija in Teheran haben die ohnehin angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten weiter verschärft. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, die Hamas und der Iran haben Vergeltung angekündigt und machen Israel für die Anschläge verantwortlich.
Während die israelische Armee in höchster Alarmbereitschaft ist, verlegen die USA nach Angaben des Pentagons zusätzliche Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region. Dies sei Teil einer Abschreckungsstrategie, die ebenfalls zur Deeskalation beitragen solle, erklärte Miller. Man bereite sich 'natürlich' auf die Möglichkeit eines breiteren Konflikts vor, glaube jedoch gleichzeitig, dass eine Eskalation vermeidbar sei.