08. Juli, 2026

Politik

UN beendet Zusammenarbeit mit neun Palästinenserhilfswerk-Mitarbeitern nach Terror-Vorwürfen

UN beendet Zusammenarbeit mit neun Palästinenserhilfswerk-Mitarbeitern nach Terror-Vorwürfen

Die Vereinten Nationen haben das Arbeitsverhältnis mit neun Angestellten des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) aufgrund schwerer Terrorvorwürfe gekündigt. Eine monatelange Untersuchung förderte Hinweise zutage, dass diese Mitarbeiter möglicherweise an den bewaffneten Angriffen vom 7. Oktober 2023 beteiligt waren, erklärte die Weltorganisation.

Ein UN-Sprecher bestätigte auf Nachfrage, dass die Anschuldigungen seitens Israels zwar nicht endgültig bewiesen werden konnten, die Beweislage jedoch ausreiche, um die Kündigungen zu rechtfertigen. Dies deutet darauf hin, dass die Vereinten Nationen von einer erheblichen Wahrscheinlichkeit ausgehen, dass die betreffenden UNRWA-Mitarbeiter in die Terrorakte verwickelt waren.

Details zur genauen Art der Beteiligung wurden nicht genannt. In weiteren zehn Fällen war die Beweislage nicht ausreichend, um einen Kündigungsgrund darzustellen.

Bereits im Januar war UNRWA in die Schlagzeilen geraten, als Israel zwölf Mitarbeiter der Mitwirkung an den verheerenden Terrorakten der islamistischen Hamas beschuldigte. Daraufhin setzten einige der wichtigsten Geldgeber, darunter die USA und Deutschland, vorübergehend ihre Zahlungen aus. Deutschland nahm die Zuwendungen zusammen mit anderen Ländern jedoch später wieder auf.

Eine zusätzliche Untersuchung, die sich mit der Einhaltung der Neutralitätsvorgaben durch UNRWA beschäftigte, bescheinigte der Organisation trotz vorhandener robuster Mechanismen auch Verbesserungsbedarf.