Tropensturm Debby, der sich diese Woche mit starken Winden und Regenfällen über Florida ausgebreitet hat, sorgt nicht nur für heruntergerissene Bäume und überschwemmte Straßen. Ein bemerkenswerter Fund überrascht nun die Bewohner und Behörden gleichermaßen: Kokainblöcke im Wert von über einer Million Dollar wurden an einem Strand der Florida Keys angespült.
Debby traf als Kategorie-1-Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 74 Meilen pro Stunde auf die Küste und hinterließ dabei nicht nur Zerstörung, sondern auch 25 Pakete Kokain. Laut Samuel Briggs II, dem amtierenden Leiter der U.S. Border Patrol in Miami, wurden die Drogen von einem umsichtigen Bürger entdeckt, der daraufhin sofort die Behörden informierte. Die U.S. Border Patrol konnte die etwa 70 Pfund schweren Kokainblöcke, die in Plastik eingewickelt und mit einem roten und schwarzen Symbol markiert waren, beschlagnahmen.
In einer E-Mail teilte Jeffrey Quiñones, Sprecher der U.S. Customs and Border Protection, mit, dass die Drogen in der Ortschaft Islamorada, Monroe County, gefunden wurden und sich nun im Besitz der Behörde befinden. Weitere Details wollte er jedoch nicht preisgeben.
Die Küsten Floridas sind kein unbekanntes Terrain für derartige Funde. Bereits 2019 warnte das Polizeidepartment in Cocoa Beach nach Hurrikan Dorian die Öffentlichkeit, nachdem ein Seesack mit 15 Kilogramm Kokain angespült wurde. Kurze Zeit später wurde ein weiteres Kilo Kokain in Melbourne entdeckt. Auch 1996 trieben Dutzende Kokainpakete, die von Schmugglern abgeworfen oder verloren wurden, an zwei Strände.
Schlechtes Wetter hat auch in anderen Teilen der Welt zu ähnlichen Vorfällen geführt. In New South Wales, Australien, wurden entlang einer 60 Meilen langen Küstenstrecke Ziegel und Fässer mit Kokain gefunden. Die australische Polizei beschuldigte später einen Mann aus Queensland, fast eine Tonne Kokain ins Land schmuggeln zu wollen. Schlechtes Wetter könnte den Schmugglern die Bergung der Drogen erschwert haben, so die Behörden.