US-Präsident Joe Biden hat sich in einem jüngst geführten Telefonat mit König Abdullah II. von Jordanien beraten, um die angespannte Situation im Nahen Osten zu entschärfen. Das Weiße Haus teilte mit, dass beide Staatsoberhäupter ihre gemeinsamen Bemühungen zur Deeskalation erörtert haben. Im Zentrum der Gespräche standen insbesondere die Vermittlung eines sofortigen Waffenstillstands im Gazastreifen sowie die Freilassung der durch die Hamas entführten Geiseln.
Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich nach der Tötung zweier bedeutender Gegner Israels weiter zugespitzt. Die iranische Führung und ihre Verbündeten haben Vergeltung für die Anschläge auf den Hamas-Auslandschef sowie einen hochrangigen Kommandeur angekündigt. Obwohl der genaue Zeitpunkt der geplanten Vergeltungsmaßnahmen unklar ist, deuten Medienberichte auf eine bevorstehende Eskalation hin.
Biden bedankte sich zudem bei König Abdullah II. für dessen Engagement zur Förderung von Frieden und Sicherheit in der Region. Das Weiße Haus hob hervor, dass der jordanische Außenminister Aiman al-Safadi kürzlich nach Teheran gereist sei, um im Dialog mit dem iranischen geschäftsführenden Außenminister Ali Bagheri Kani eine militärische Reaktion seitens des Iran auf die Vorfälle zu verhindern.
In den sozialen Medien kursieren Spekulationen darüber, ob Jordaniens Außenminister dabei auch Botschaften der USA und arabischer Länder an den Iran übermittelt habe. Diese könnten dem Iran signalisieren, dass im Falle eines Verzichts auf militärische Aktionen die Atomverhandlungen wieder aufgenommen und die Sanktionen eventuell aufgehoben würden.