07. Juli, 2026

Politik

Iran dementiert Berichte über Festnahmen nach Anschlag auf Hamas-Funktionär

Iran dementiert Berichte über Festnahmen nach Anschlag auf Hamas-Funktionär

Die iranische Justiz hat Berichte über Festnahmen von Sicherheitsbeamten nach dem tödlichen Anschlag auf Ismail Hanija, den Auslandschef der islamistischen Hamas, energisch zurückgewiesen. Justizsprecher Asghar Dschahangir erklärte während einer Pressekonferenz, dass die Spekulationen in westlichen Medien sowie in den sozialen Netzwerken unbegründet seien. Nach dem Attentat habe es zwar intensive Ermittlungen gegeben, doch seien keine Festnahmen erfolgt, so Dschahangir unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Isna. Berichte über angebliche Festnahmen hatten sowohl die 'New York Times' als auch der britische 'Telegraph' unter Bezugnahme auf iranische Beamte veröffentlicht. Zudem diskutierten persischsprachige Social-Media-Nutzer über eine mögliche Sicherheitslücke sowie eine eventuelle Zusammenarbeit iranischer Agenten mit dem israelischen Geheimdienst Mossad. Diese Gerüchte wurden von der Sicherheitskommission des iranischen Parlaments entschieden zurückgewiesen. Eine Infiltration des iranischen Sicherheitsapparats durch Mossad sei ausgeschlossen, hieß es. Der Angriff, bei dem Hanija vor einer Woche in Teheran ums Leben kam, wird von der Hamas und dem Iran Israel zur Last gelegt. Beide Parteien haben Vergeltung angekündigt. Seitens Israels gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme zum Todesfall Hanijas.