21. Mai, 2026

Politik

Selenskyj fordert klare Signale Richtung NATO-Mitgliedschaft

Selenskyj fordert klare Signale Richtung NATO-Mitgliedschaft

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einem Treffen mit den Regierungschefs des Nordischen Rates in Island eindringlich für eine NATO-Einladung seines Landes geworben. Trotz der anhaltenden russischen Aggression gehe es Kiew nicht um einen sofortigen Beitritt, sondern vielmehr um die Einladung als konkretes Symbol der Unterstützung, erklärte Selenskyj in einer auf X veröffentlichten Rede aus Reykjavik. Er appellierte an die nordischen Länder, bestehend aus Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden, verstärkten Druck auf Deutschland auszuüben. Eine solche politische Entscheidung würde nicht nur der Ukraine selbst, sondern ganz Europa geopolitische Klarheit bringen und ihre Verhandlungsposition gegenüber Russland verbessern. Die Aufnahme der Ukraine in die NATO würde nach Selenskyjs Worten die Region in ein Bollwerk gegen russische Ambitionen verwandeln. Der ukrainische Präsident erwartet von den europäischen Partnern — insbesondere von Berlin — Unterstützung, um gemeinsam diese Klarheit zu schaffen. In jüngster Zeit hatte Selenskyj auch den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und weitere europäische Staatsoberhäupter getroffen, um für eine zügige NATO-Einladung zu werben. Dieses Anliegen bleibt eine zentrale Komponente seines sogenannten Siegesplans gegen die seit beinahe 1.000 Tagen andauernde russische Invasion. Trotz dieser diplomatischen Initiative konnte Kiew selbst bei einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel keine Fortschritte hinsichtlich einer solchen Einladung verzeichnen.