Am Markt für US-Staatsanleihen hat sich ein leichtes Plus anbahnen können. Investoren zeigten sich zuversichtlich, indem sie den Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen um 0,16 Prozent aufwerten ließen und ihm somit 108,38 Punkte beimaßen. Trotz dieser sanften Welle des Optimismus ist die Zinstendenz beinah konstant geblieben, mit einer Rendite auf zehnjährige Papiere von stabilen 4,53 Prozent.
Die neuesten Zahlen zur Konjunktur mischen das Bild: Die Erzeugerpreise haben im Monat März eine geringfügig gemäßigtere Steigerung erlebt als prognostiziert, wenngleich sie gegenüber dem Vormonat Februar einen Zuwachs verzeichnen. Indessen setzen die Arbeitslosenmeldungen ein kraftvolles Zeichen: Die Erstanträge sind deutlicher gefallen, als Marktbeobachter vorhergesehen hatten. Die Zahl von 211.000 neuen Anträgen dokumentiert eine nachhaltige Stabilität am Arbeitsmarkt.
Die gesamtwirtschaftlichen Vorgänge nähren die Prognose, dass die US-Notenbank Federal Reserve nicht übereilt Zinssenkungen vornehmen wird. Besonders die am Vortag veröffentlichten Inflationszahlen, die einen stärkeren als erwarteten Anstieg der Preise aufgezeigt haben, dürften die Perspektiven auf eine Lockung der Geldpolitik weiter dämpfen. Die Signale stehen also auf eine behutsame und wohlüberlegte Reaktion der Fed, die sich vor übereilten Handlungen hütet.