Die jüngste Meldung aus Mannheim verbreitet einen Hauch von Optimismus unter Finanzexperten. Das viel beachtete ZEW-Stimmungsbarometer konnte im Oktober unerwartet zulegen und verzeichnete ein Plus von 9,5 Punkten, wodurch es nun bei 13,1 Punkten steht. Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 10 Punkte prognostiziert. Dies kommt nach einem Quartal rückläufiger Werte als erfreuliche Überraschung. Grundlage für diesen Anstieg sind die Prognosen stabiler Inflationsraten, die wiederum die Hoffnung auf bevorstehende Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nähren. ZEW-Präsident Achim Wambach hob auch die positiven Impulse aus den Exportmärkten Deutschlands hervor, die zum gestiegenen Optimismus beitragen. Allerdings trübt die nach wie vor herausfordernde Einschätzung der aktuellen Konjunkturlage das Bild. Der entsprechende Indikator fiel erneut und notiert nun mit einem Rückgang um 2,4 Punkte bei minus 86,9 Zählern. Ökonomen hatten hier mit einer leichten Verbesserung gerechnet, doch die Realität bleibt vorerst ernüchternd.
Wirtschaft
ZEW-Konjunkturbarometer: Überraschendes Stimmungsplus bei Finanzexperten