Trotz einer anhaltenden Konsumzurückhaltung hat Zalando den operativen Turnaround geschafft. Der Online-Modelriese meldete für das erste Quartal ein Plus von 28,3 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern und übertraf damit die Markterwartungen. Im Vergleich zum Vorjahr, als das Unternehmen noch rote Zahlen schrieb, markiert dies eine beachtliche Verbesserung. Die erfolgreiche Kostensenkung, insbesondere im Bereich der Logistik, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ein weiterer positiver Aspekt wurde durch das günstige Wetter begünstigt, das einen früheren Beginn der Frühjahr/Sommer-Saison und somit ein Anziehen des Bruttowarenwerts (GMV) um 1,3 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro ermöglichte. Allerdings spiegelte sich dieser Anstieg nicht im Umsatz wider, der im Jahresvergleich leicht um 0,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro sank.
Die Konzernführung sieht keinen Anlass, die Jahresziele zu revidieren. Zalando rechnet im ungünstigsten Szenario damit, dass Umsatz und GMV das Niveau des Vorjahres erreichen werden. Und auch für den bereinigten operativen Gewinn zeigt sich der Dax-Konzern zuversichtlich: Die Bandbreite des erwarteten Ebit wurde mit 380 bis 450 Millionen Euro angesetzt, ein Anstieg gegenüber den rund 350 Millionen Euro von 2022.
Im Zusammenspiel von früher eintretender Saisonstärke und einer straffen Kostenkontrolle navigiert das Management um Co-Konzernchef Robert Gentz und Finanzchefin Sandra Dembeck somit durch ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld und bewahrt eine klar positive Geschäftsperspektive.