29. August, 2026

Wirtschaft

Wirtschaftsnobelpreisträger warnen vor möglichen wirtschaftlichen Turbulenzen bei Trump-Wiederwahl

Wirtschaftsnobelpreisträger warnen vor möglichen wirtschaftlichen Turbulenzen bei Trump-Wiederwahl

In einem gemeinsamen Schreiben haben sechzehn Wirtschaftsnobelpreisträger die potenziellen Risiken einer zweiten Amtszeit von Donald Trump für die US-Wirtschaft hervorgehoben. Sie betonen, dass zentrale Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg wie Rechtsstaatlichkeit sowie wirtschaftliche und politische Stabilität essenziell sind. Ebenso sei die Einhaltung internationaler Standards und eine stabile Beziehung zu anderen Ländern von großer Bedeutung. 'Donald Trump und die Unsicherheiten seines Handelns und seiner Politik gefährden diese Stabilität und die Position der USA auf der globalen Bühne', heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Dokument. Die Unterzeichner, die trotz unterschiedlicher Ansichten zu einzelnen wirtschaftspolitischen Maßnahmen eine gemeinsame Linie gefunden haben, betonen die Überlegenheit von Joe Bidens wirtschaftspolitischem Programm gegenüber dem von Trump. Biden habe bedeutende Investitionen in die Infrastruktur, die heimische Produktion und den Klimaschutz durchgeführt. Diese Maßnahmen würden voraussichtlich die Produktivität ankurbeln, das Wirtschaftswachstum fördern, den langfristigen Inflationsdruck mindern und den Übergang zu erneuerbaren Energien unterstützen. Eine weitere Amtszeit für Biden könnte eine umfassende wirtschaftliche Erholung ermöglichen. Viele Amerikaner sind zwar über die Inflation besorgt, dennoch ist diese seit Sommer 2022 erheblich zurückgegangen. Die Sorge bleibt jedoch, dass Trump mit seinen nach Ansicht der Nobelpreisträger 'fiskalisch unverantwortlichen Haushaltsplänen' die Inflation wieder in die Höhe treiben könnte. Die bevorstehende Wahl im November hat das Potenzial, die wirtschaftlichen Bedingungen der USA für Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, zu beeinflussen. Eine zweite Amtszeit von Trump würde nach Ansicht der Unterzeichner negative Auswirkungen auf das internationale wirtschaftliche Ansehen der Vereinigten Staaten sowie destabilisierende Effekte auf die Binnenwirtschaft haben. In der heißen Phase des Wahlkampfs sind Trump und Biden sich des Gewichts der Inflation auf die Wahlentscheidung bewusst. Trotz einer deutlichen Reduktion der Inflationsrate seit dem Sommer 2022 bleiben die hohen Verbraucherpreise ein belastender Faktor. Während Bidens Verantwortlichkeit für diese Situation eingeschränkt ist und die Arbeitsmarktdaten positiv aussehen, wird der aktuelle Präsident dennoch oft für die sinkende Kaufkraft verantwortlich gemacht. Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von renommierten Wirtschaftsnobelpreisträgern wie Joseph E. Stiglitz, Paul R. Milgrom, Robert J. Shiller und Paul M. Romer.