Beim Automobilzulieferer Mahle zeichnet sich eine deutliche Trendwende ab. Nach einer vierjährigen Durststrecke mit roten Zahlen vermeldet das Stuttgarter Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 erfreuliche Gewinne. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern katapultierte sich auf beeindruckende 304 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einer Verfünffachung gleichkommt. Netto konnte Mahle knapp 26 Millionen Euro verbuchen und somit einen drastischen Umschwung gegenüber dem Fehlbetrag von 332 Millionen Euro im Vorjahr erzielen.
Die Herausforderung für Mahle besteht momentan darin, den Übergang zur Elektromobilität erfolgreich zu meistern, während noch ein bedeutender Anteil der Erlöse – rund 40 Prozent – sowie ein Großteil des erwirtschafteten Gewinns von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren abhängen. Der Konzern mit Arnd Franz an der Spitze muss somit erhebliche Summen investieren, um den Schritt hin zu elektrischem Antrieb zu schaffen und seine Marktstellung zu erhalten. Allerdings wies die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen eine unerwartete Schwäche auf, worunter die Auslastung einiger Werke litt.
Die Veröffentlichung des Geschäftsberichts offenbart auch, dass der Gesamtumsatz des Unternehmens um drei Prozent auf rund 12,8 Milliarden Euro gestiegen ist. Franz betonte, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses bereits Früchte tragen würden, trotz anhaltender Herausforderungen wie steigender Kosten, Versorgungsengpässen und einem schwankenden Marktumfeld.
Mit Blick auf die Zukunft äußert sich der Mahle-Chef zuversichtlich und setzt 2024 als wesentlichen Meilenstein auf dem Weg zu langfristiger Profitabilität. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, bekräftigt Franz den positiven Trend, der insbesondere durch zwei kürzlich gewonnene Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von fast 1,5 Milliarden Euro unterstrichen wird.
Das Portfolio von Mahle umfasst unter anderem Motoren- sowie Kühlsysteme für konventionelle und elektrische Antriebe. Auch die Mitarbeiterzahl zeigt ein Wachstum. Zum Ende des Jahres 2023 beschäftigte der Zulieferer etwa 72.400 Angestellte.