27. August, 2026

Wirtschaft

Weltoffenheit als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg: Bundesverkehrsminister Volker Wissing betont Bedeutung internationaler Vernetzung

Weltoffenheit als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg: Bundesverkehrsminister Volker Wissing betont Bedeutung internationaler Vernetzung

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) betonte bei einem Besuch der Elbe Flugzeugwerke in Dresden die bedeutende Rolle der Weltoffenheit für die Wirtschaft. Laut Wissing leben Unternehmen von der internationalen Vernetzung und dem Austausch. Der Minister unterstrich, dass eine weltoffene Haltung als Standortfaktor entscheidend sei und es einer Willkommenskultur bedürfe, um den Personalaustausch zwischen den Standorten zu erleichtern. Ein Rückzug ins Nationale würde Unternehmen massiv schaden und Arbeitsplätze gefährden.

Die Elbe Flugzeugwerke in Dresden beschäftigen rund 2200 Mitarbeiter aus über 30 Nationen. Geschäftsführer Jordi Boto erklärte, dass sein Unternehmen angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen nicht passiv bleiben könne, sondern die Bedeutung der Internationalität klar hervorheben müsse. Der Weltmarkt sei für den Austausch von Waren und Dienstleistungen unverzichtbar, und Partnerschaften mit Menschen aus aller Welt, etwa aus China, Afrika oder Amerika, seien essenziell. Abschottung würde sowohl das Geschäftsmodell als auch die Gesellschaft gefährden.

Wissing folgte einer Einladung des Dresdner FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst in die sächsische Landeshauptstadt und äußerte sich auch zur Zukunft von Regionalflughäfen. Zwar sei dies primär ein Thema der Landesregierungen, jedoch werde der Luftverkehr insgesamt an Bedeutung gewinnen. Eine aktuelle Verkehrsprognose rechne bis 2051 mit einem Anstieg des Luftverkehrs um 70 Prozent, besonders im Bereich der Luftfracht. Eine gute Anbindung an den internationalen Luftverkehr stelle daher einen entscheidenden Standortvorteil dar.

Für Wissing sind die Dekarbonisierung und klimaneutrales Fliegen zentrale Anliegen. Die Bundesregierung habe einen internationalen Dialog zu E-Fuels initiiert, da diese synthetischen Kraftstoffe für die Zukunft des klimaneutralen Fliegens notwendig seien. Auch die Wasserstofftechnologie werde vorangetrieben. Allein für die klimaneutrale Flotte der Lufthansa bräuchte man die gesamte in Deutschland produzierte regenerative Energie. Daher sei der Import von synthetischen Kraftstoffen unvermeidbar.

Abschließend besuchte der Minister das Netzwerkkompetenzzentrum "Intelligente Autobahn" in Dresden, welches eine zentrale Rolle in der Verkehrsteuerung auf Autobahnen spielt.