23. Juni, 2026

Wirtschaft

Warren Buffett rät: Emotionen aus Aktienentscheidungen heraushalten

Warren Buffett rät: Emotionen aus Aktienentscheidungen heraushalten

Im Rahmen eines Interviews mit dem Fortune Magazine im Jahr 2014 teilte der renommierte Investor Warren Buffett eine wertvolle Einsicht mit Anlegern: Die Kunst, Aktieninvestitionen loszulassen. Buffett erklärte, warum Anleger im Vorteil gegenüber historischen Business-Magnaten wie Andrew Carnegie und John Rockefeller sind.

Buffett beschreibt, dass er erfreut ist, wenn die von ihm gekauften Aktien an Wert verlieren, da er so die Möglichkeit erhält, mehr Anteile zu einem günstigeren Preis zu erwerben. Er betont, dass viele Anleger fälschlicherweise glauben, dass der Aktienmarkt ihnen etwas mitteilt, wenn die Kurse fallen. Tatsächlich jedoch bedeutet dies lediglich, dass mehr Wert für ihr Geld verfügbar ist.

Nach Ansicht von Buffett nehmen viele Menschen den Kursverfall persönlich und sehen ihn als Indikator dafür, dass sie die Aktie verkaufen sollten, sobald sie ihren ursprünglichen Kaufpreis erreicht. Dies sei jedoch ein falscher Ansatz. Aktien selbst interessieren sich nicht dafür, wer sie besitzt, so Buffett, daher müsse sich der Investor von emotionalen Bindungen lösen.

Ein Anleger sollte die Frage stets stellen: „Bekomme ich woanders mehr für mein Geld?“ Diese Vorgehensweise verschafft ihnen eine größere Flexibilität, da sie heutzutage Aktien praktisch ohne Kosten umschichten können. Im Gegensatz zu früheren Industriemagnaten wie Carnegie und Rockefeller können heutige Anleger leicht zwischen verschiedenen Branchen wechseln.

Buffetts Investmentphilosophie, das sogenannte Value Investing, setzt darauf, unterbewertete Aktien im Vergleich zu ihrem inneren oder Buchwert zu identifizieren. Diese Strategie hat sich für Buffett und sein Unternehmen, Berkshire Hathaway, als äußerst erfolgreich erwiesen. Das Unternehmen zählt nun zu den wertvollsten Unternehmen weltweit und konkurriert mit führenden Tech-Firmen.

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit hat Buffett eine Vorliebe dafür, große Bargeldbestände anzuhäufen. Zum Ende des zweiten Quartals verfügte Berkshire Hathaway über beeindruckende 277 Milliarden US-Dollar in bar.