18. Februar, 2026

Wirtschaft

VW verschärft Sparmaßnahmen: Altersteilzeit und gezielte Abfindungen für Verwaltungspersonal

VW verschärft Sparmaßnahmen: Altersteilzeit und gezielte Abfindungen für Verwaltungspersonal

Volkswagen intensiviert seine Bemühungen, Kosten zu sparen und strafft sein Personalgefüge durch ausgeweitete Altersteilzeitangebote und spezifisch angebotene Abfindungen. Das Programm, das zunächst für den Geburtsjahrgang 1967 geöffnet war, ist nun zusätzlich für die Jahrgänge 1965 und 1966 mit verlängerten Fristen zugänglich. Für jüngere Belegschaftsmitglieder stehen individuell konzipierte Abfindungen zur Option, wie aus internen Mitteilungen hervorgeht, die der Presse zugänglich gemacht wurden. Die Eingrenzung dieser Maßnahmen stimme mit den Zielsetzungen des Unternehmens überein, die von Personalvorstand Gunnar Kilian und dem Betriebsrat in kooperativer Abstimmung festgelegt wurden.

Die angestrebte Kostensenkung zielt besonders auf den Verwaltungsbereich ab, wo bis 2026 die Personalausgaben um 20 Prozent reduziert werden sollen. Dieser Plan ist Bestandteil eines größeren Effizienzsteigerungsprogramms, über dessen Details und Ziele sich Konzernführung und Betriebsrat im vorhergegangenen Dezember einigten und betriebsbedingte Kündigungen ausschlossen. Über die genaue Anzahl der wegfallenden Stellen äußerte sich VW nicht, vielmehr stehe die Kostensenkung im Fokus.

Die Offerte für die Altersteilzeit stößt nach Aussagen Kilians auf signifikantes Interesse. Mit einer Vergütung von durchschnittlich 85 Prozent des Gehalts in aktiver sowie passiver Phase sei ein finanziell abgesicherter Übergang in den Ruhestand für die Angestellten attraktiv und ermögliche VW einen sozialverantwortlichen Personalabbau. Entgegen früherer Abfindungspraktiken sei das neue Angebot jedoch nicht global verfügbar, sondern werde vonseiten des Unternehmens pro Einzelfall bewertet. Weiterhin ist das Angebot auf Verwaltungskräfte beschränkt und schließt Mitarbeiter in der Produktion aus.

Mit der speziellen Abfindungsstrategie und dem Lockeangebot einer Sonderprämie für schnell Entschlossene strebt VW nach einem gezielten und freiwiligen Abbau von Stellen. Die Effekte des Programms sollen messbar sein: Für das kommende Jahr wird eine Ergebnisverbesserung von vier Milliarden Euro erwartet, bis 2026 sollen es jährlich zehn Milliarden Euro sein, wobei der Anteil an den Einsparungen durch reduzierte Personalkosten nur einen Bruchteil ausmacht – größere Effizienzgewinne werden in den Bereichen der Material- und Fixkosten prognostiziert.