Es klingt beinahe wie ein Plot aus einem Spionage-Thriller, doch die Realität zeigt sich für britische Hochschulen als ernüchternde Wahrheit. Die britische Regierung schlägt Alarm, dass ausländische Staaten heimlich geistiges Eigentum von britischen Universitäten abgreifen und somit unerlaubt technologische Vorteile erzielen. Der stellvertretende Premierminister Oliver Dowden verkündete erst kürzlich, man müsse innovative Forschung und Technologien vor derartigen Übergriffen schützen. Diese Ankündigung folgt auf den Fersen einer internen Überprüfung, welche deutlich machte, dass Universitäten mit sensibler Forschung im Fadenkreuz ausländischer Akteure stehen. Um der Bedrohung Herr zu werden, plant das Vereinigte Königreich eine Konsultation, die ermitteln soll, wie sich der Hochschulsektor effektiv vor internationalen Gefahren schützen lässt. Die Brisanz der Lage wurde insbesondere durch ein kürzlich abgehaltenes Meeting ersichtlich, in dem Leitende von 24 Spitzenuniversitäten – unter anderem Oxford und Cambridge – von den Oberhäuptern des britischen Sicherheitsdienstes MI5 und des National Cyber Security Centre eingehend informiert wurden. Die heiße Diskussion um geistiges Eigentum und nationale Sicherheit spiegelt die Sorge wider, dass strategisch wichtige Innovationen in falsche Hände geraten könnten. Mit Blick auf die Zukunft bleibt es eine essenzielle Aufgabe, das zarte Pflänzchen der akademischen Freiheit zu bewahren, während zugleich die Früchte der Forschung sicher vor fremden Zugriffen gedeihen können.
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Vorgebliche Freunde mit langen Fingern: Britische Universitäten als Jagdgründe für Geheimdienste