16. Februar, 2026

Wirtschaft

US-Konjunkturmotor brummt vor der Konkurrenz – Optimistische IMF-Prognose beflügelt die Märkte

US-Konjunkturmotor brummt vor der Konkurrenz – Optimistische IMF-Prognose beflügelt die Märkte

Die jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IMF) offenbaren, dass die Vereinigten Staaten das Wachstumstempo auf dem globalen Parkett deutlich anführen. Es wird erwartet, dass die weltweit größte Volkswirtschaft dieses Jahr mit einer Rate von 2,7 Prozent wachsen wird, ein Wert, der doppelt so hoch liegt wie der jedes anderen G7-Landes. Dieser Aufschwung ist vor allem auf robuste Haushaltsausgaben und Investitionen zurückzuführen und stellt eine leichte Erhöhung gegenüber den ursprünglichen 2,5 Prozent dar, die für 2023 angenommen wurden.

Die solide Wirtschaftslage der USA scheint auch die Politik der Federal Reserve zu beeinflussen, da Marktteilnehmer nun mit weniger und zeitlich verschobenen Leitzinssenkungen rechnen. Kanada sichert sich mit einem prognostizierten Wachstum von 1,2 Prozent den zweiten Platz unter den G7-Staaten, während Deutschland mit einer mageren Wachstumserwartung von 0,2 Prozent das Schlusslicht bildet. Dazwischen liegen Japan und das Vereinigte Königreich, mit erwarteten Wachstumsraten von 0,9 beziehungsweise 0,5 Prozent.

Die Widerstandsfähigkeit der US-Konjunktur führte zu einer Abwärtsbewegung an den globalen Aktienmärkten, die zusätzlich durch einen erstarkenden US-Dollar und schwächeren asiatischen Währungen geprägt war. Pierre-Olivier Gourinchas, Chefökonom des IMF, spekuliert über einen möglichen Kurswechsel der Fed, falls die Inflationsdruck weiterhin anhält. In einem solchen Szenario könnten Zinssenkungen auf später im Jahr oder nach der Präsidentschaftswahl im November verschoben werden.

Bisherige Erwartungen von Zinssenkungen der Fed bis September könnten sich demnach verzögern. Dennoch hat das starke US-Wachstum dazu beigetragen, eine gefürchtete harte Landung der Weltwirtschaft zu vermeiden. In Europa könnte es hingegen zu früheren Zinssenkungen kommen, da hier die starke Nachfragekomponente der Inflation nicht so ausgeprägt ist.

Zugleich warnt der IMF vor Risiken für die globale Erholung, darunter die Möglichkeit erneuter Preisanstiege bei Rohstoffen, verursacht durch Konflikte im Nahen Osten. Trotz der robusten US-Leistung bietet das weltweite Wachstum mit einer Projektion von 3,2 Prozent in diesem und im nächsten Jahr ein historisch verhaltenes Bild.

Neben den USA sieht der IMF für China eine Verlangsamung auf 4,6 Prozent Wachstum in diesem Jahr und hebt die Wachstumsprognosen für Indien auf 6,8 Prozent an. Russland erhält eine der größten Aufwärtskorrekturen und soll um 3,2 Prozent wachsen – ein bemerkenswerter Fakt, der die Effektivität der Sanktionen gegenüber Russlands Kriegswirtschaft in Frage stellt.

Die Prognosen des IMF spiegeln eine globale Wirtschaft wider, die trotz der Herausforderungen durch die Pandemie, den Ukraine-Konflikt und weitere Faktoren eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit zeigt.