Die erst kürzlich an die Frankfurter Wertpapierbörse zurückgekehrte Parfümerie Douglas verbucht ein beachtliches Umsatzwachstum im zweiten Geschäftsquartal. Eine vorab veröffentlichte Umsatzsteigerung von 11,5 Prozent zeugt von einer dynamischen Entwicklung sowohl in den Filialen als auch im Online-Handel. Zudem konnte das Unternehmen eine beträchtliche Reduzierung der jährlichen Zinskosten um bis zu 100 Millionen Euro durch eine Refinanzierung erreichen.
Das erfreuliche Wachstum folgt auf eine kürzliche Kapitalerhöhung und den Teilverkauf einer zuvor bestehenden Schuld im Wert von 675 Millionen Euro. Diese geschickten Schachzüge haben die Verschuldung des Unternehmens, gemessen am Verhältnis der Schulden zum bereinigten operativen Gewinn, deutlich gesenkt, was den Schuldenstand von einem 4,0-fachen auf ein nahezu 2,7-faches Ebitda reduzierte.
Die Refinanzierungsstrategie besteht aus neu arrangierten Krediten über eine Summe von 1,25 Milliarden Euro mit längeren und mittleren Laufzeiten sowie einer revolvierenden Kreditlinie von 350 Millionen Euro, von der bereits 50 Millionen Euro in Anspruch genommen wurden. Die Veränderung dieser finanziellen Grundlage führt zu einer Absenkung des Zinsniveaus.
Die Aktien von Douglas erfuhren nach Verkündung dieser positiven Entwicklungen einen leichten Anstieg um mehr als ein Prozent und schlossen bei 19,82 Euro. Trotz einer Erholungstendenz seit dem Börsengang ist die Gesamtbilanz aufgrund eines früheren Kurssturzes noch verbesserungsbedürftig. Am 29. Mai sollen die ausführlichen Geschäftszahlen veröffentlicht werden, was weitere Einblicke und Aussagen zum Jahresausblick eröffnen dürfte.
Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Douglas nicht nur den Umsatz um 12 Prozent steigern, sondern auch einen Rekordwert von 4,1 Milliarden Euro einfahren und nach einem Verlustjahr wieder Gewinn erzielen.