27. August, 2026

Wirtschaft

Überschuldung bei Singles auf Rekordhoch: Männer besonders betroffen

Überschuldung bei Singles auf Rekordhoch: Männer besonders betroffen

Alleinlebende Menschen sind zunehmend häufiger auf die Unterstützung von Schuldnerberatungen angewiesen als andere Bevölkerungsgruppen. Laut dem Statistischen Bundesamt suchten im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Ratsuchenden (51 Prozent) Hilfe, während deren Anteil an der Gesamtbevölkerung nur 43,4 Prozent beträgt.

Die durchschnittliche Verschuldung der alleinlebenden Personen beläuft sich auf 29.738 Euro und liegt damit geringfügig unter den 31.749 Euro, die im Durchschnitt auf alle Beratenen entfallen. Bemerkenswert ist der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern: Männer tragen im Schnitt Schulden in Höhe von 31.792 Euro, was um 5.328 Euro höher ist als bei Frauen.

Auch das Verhältnis von Schulden zu Einkommen zeigt eine kritische Tendenz. Alleinlebende Männer benötigen rechnerisch 28 Netto-Monatseinkommen, um schuldenfrei zu werden, während Frauen bereits nach 24 Monaten die Schuldenlast hinter sich lassen könnten.

Erkrankungen, Sucht und Unfälle sind häufige Ursachen für die finanzielle Schieflage. Ebenso wirken sich der Verlust des Arbeitsplatzes und die Trennung vom Partner oder der Partnerin negativ aus. Besonders brisant ist, dass 57 Prozent der verschuldeten Personen bei öffentlichen Gläubigern wie der Arbeitsagentur, der Krankenkasse oder der Rentenversicherung in der Kreide stehen. Telekommunikationsunternehmen folgen mit 49 Prozent als häufigste Gläubiger, gefolgt von 30 Prozent Verschuldung bei Versandhändlern.