23. Juni, 2026

Wirtschaft

Überraschender Übernahmeversuch bei Mulberry abgewehrt

Überraschender Übernahmeversuch bei Mulberry abgewehrt

Die Eigentümer von Sports Direct, Evans Cycles, House of Fraser und Jack Wills gaben gestern bekannt, ein Angebot zum Erwerb der restlichen 63% an der Luxusmarke abgeben zu wollen, die sie noch nicht besitzen. Das Gebot lag bei 130 Pence je Aktie und sorgte für Aufsehen.

Dieses überraschende Manöver folgte auf Mulberrys Ankündigung einer Notfallaktienplatzierung über 10,75 Millionen Pfund, um die angeschlagene Bilanz zu stützen. Die Handtaschenmarke, die zuletzt einen Vorsteuerverlust von 34 Millionen Pfund im Geschäftsjahr bis Ende März verzeichnete, sah sich gezwungen, Kapital zu beschaffen.

Mulberry, dessen Hauptaktionär Challice zu 56,1% aus Singapur stammt, argumentierte jedoch, dass die Kombination der jüngsten Ernennung von Andrea Baldo als CEO und des neuen Abonnement- und Einzelhandelsangebots dem Unternehmen eine solide Basis biete, um eine Wende einzuleiten und langfristig den besten Wert für alle Mulberry-Aktionäre zu liefern.

Aus diesem Grund sei das mögliche Angebot nicht imstande, den erheblichen zukünftigen Wert des Unternehmens widerzuspiegeln. Zudem sei Challice von der Unternehmensstrategie überzeugt und habe kein Interesse daran, das Angebot zu unterstützen. Infolgedessen lehnte der Vorstand den Vorschlag ab.

In einer Erklärung, die am Montag veröffentlicht wurde, erklärte Frasers, dass man 'keine weitere Debenhams-Situation akzeptieren werde, bei der ein vollständig funktionsfähiges Unternehmen in die Insolvenz geführt wird.' Ferner betonte die Gruppe, dass sie 'von der geplanten Kapitalbeschaffung Mulberrys bis unmittelbar vor der Ankündigung nicht informiert gewesen' sei und bereit gewesen wäre, diese zu besseren Konditionen zu garantieren.