Der Gegenwind auf dem Markt für elektrische Fahrzeuge zwingt Tesla nun auch in seiner europäischen Vorzeigefabrik in Grünheide zu Einschnitten. Der Elektroautopionier hat die Streichung von 400 Arbeitsplätzen angekündigt. Um Entlassungen zu vermeiden, legt das Unternehmen Wert auf Freiwilligkeit und strebt im Zuge dessen eine Einigung mit dem Betriebsrat an. Über die konkreten Modalitäten des angekündigten 'Freiwilligenprogramms' herrscht derzeit jedoch noch Stillschweigen.
Die in Grünheide beschäftigten Mitarbeiter sind Teil eines globalen Maßnahmenpaketes, das in Anbetracht eines rückläufigen Absatzes in der E-Auto-Branche unumgänglich scheint. Erst kürzlich gab Tesla bekannt, die Arbeitsverträge von 300 Leiharbeitern in der deutschen Gigafactory nicht zu verlängern. Eine Mehrheit dieser befristet Beschäftigten hat der Kooperationspartner bereits an anderer Stelle positioniert. Insgesamt sind in der Fabrikation in Grünheide über 12.000 Menschen tätig.
Tesla-Chef Elon Musk steht global vor der Herausforderung schwächelnder Verkäufe und kündigt daher einen Abbau von über 14.000 Stellen an – dies betrifft mehr als ein Zehntel der Gesamtbelegschaft des Konzerns. Mit der harten Reformwelle reagiert der visionäre Unternehmenslenker auf die sich abkühlende Nachfrage nach Stromern und positioniert Tesla für mögliche Zukunftsszenarien.