Die positive Entwicklung der Swiss Re hat sich im vergangenen Geschäftsjahr eindrucksvoll manifestiert. Eine Abnahme der Großschäden und eine Anhebung der Tarife sind die Hauptgründe für einen beachtlichen Gewinnsprung des Rückversicherers. Mit einem Nettoergebnis von 3,2 Milliarden US-Dollar übertrifft der Konzern sein Vorjahresresultat um ein fast Siebenfaches und demonstriert so eindrücklich seine Erholung. Ungeachtet dessen, blieben die Ergebnisse leicht hinter den Markterwartungen zurück. Aktionäre dürfen sich dennoch über eine Anhebung der Dividende von 6,40 auf 6,80 Dollar je Anteilsschein freuen - ein Signal des Vertrauens in die Finanzkraft des Unternehmens.
Die ambitionierten finanziellen Ziele der Swiss Re für das laufende Jahr wurden von Christian Mumenthaler, dem Vorsitzenden des Konzerns, klar umrissen. Erwartet wird ein Überschuss, der die Marke von 3,6 Milliarden Dollar überschreitet. Diese Prognose ist vor dem Hintergrund des Wechsels zu der internationalen Rechnungslegungsmethode IFRS zu betrachten, welcher eine Anpassung der bisherigen Bilanzierung nach US-amerikanischen Standards impliziert.
Die Strategie für weiteres Wachstum stützt sich auf fortlaufende Preiserhöhungen im Schaden- und Unfallsegment. Bei den jüngsten Vertragserneuerungen konnte Swiss Re durchschnittlich neun Prozent höhere Preise im Vergleich zum Vorjahr realisieren. Gleichzeitig ist das Prämienvolumen ebenfalls um neun Prozent angestiegen, was das Unternehmen als gute Nachricht für die Zukunftsorientierung wertet. Zu den Profiteuren der Preisstrategie zählen unter anderem Erstversicherer wie die Allianz und die Generali, welche mit den angepassten Konditionen ihr eigenes Geschäft konsolidieren.