31. August, 2026

Wirtschaft

Süffige Spitzenreiter: Bayerische Brauereien trotzen dem Markt

Süffige Spitzenreiter: Bayerische Brauereien trotzen dem Markt

In einem Meer aus schäumenden Maßen haben die bayerischen Brauereien abermals eindrucksvoll bewiesen, dass sie in Sachen Bierabsatz weiterhin das Ruder fest in der Hand halten. Zum zehnten Mal in Folge bestätigen sie ihre Position als Spitzenreiter im nationalen Vergleich, so ein Bericht des Landesamts für Statistik. Obwohl sich der Absatz auf 23,4 Millionen Hektoliter und damit auf über zwei Milliarden ausgehobene Maßkrüge beläuft, mussten auch die Braumeister im Freistaat einen leichten Absatzrückgang von 2,5 Prozent hinnehmen – ein Ergebnis, das dennoch glänzend aussieht gegenüber dem bundesweiten Durchschnitt von minus 4,5 Prozent.

Im Wettstreit der Länder ist es Nordrhein-Westfalen, das sich mit 21 Millionen Hektolitern auf den zweiten Platz schmiegt, während sich Bayern mit 622 Braustätten fast die Hälfte aller deutschen Brauereien auf die Fahne schreiben kann – ein stolzer Anteil von fast 42 Prozent.

Die Exportquote bestätigt den internationalen Durst nach bayerischem Gerstensaft, denn etwa ein Viertel der Produktion findet seinen Weg über die Landesgrenzen hinaus, wobei der Absatz im saisonalen Hoch in den Sommermonaten maiestätische Züge annimmt.

Trotz dieser Erfolge ist die Zufriedenheit unter den bayerischen Bierenbrauern gedämpft. Der Brauerbund sprach in seiner Jahrespressekonferenz von "harten Gegenwind" und Sorge um die Mehrwertsteuerentwicklung in der Gastronomie. Doch Bayern würde nicht Bayern sein, wenn es nicht auch positive Nachrichten gäbe: Ein Plus in der Biersteuerstatistik spricht für einen guten Start ins Jahr, besonders im Segment des alkoholfreien Bieres, das sich weiterhin in einem Aufwärtstrend befindet.

Während der März und der Beginn des Aprils wetterbedingt noch keine abschließende Bilanz erlauben, zeichnet sich bereits ab, dass volle Biergärten und eine belebte Außengastronomie Zuversicht spenden – auch wenn eine schlechte Wetterphase die frühen Erfolge wieder zunichtemachen könnte.

Nichtsdestotrotz schäumen die Gläser besonders am 23. April über, wenn das bayerische Reinheitsgebot von 1516 zünftig geehrt wird – ein Brauchtum, das die Zunft und den Freistaat untrennbar verbindet.