Fast jeder vierte Büromitarbeiter sieht sich nach eigener Aussage zehnmal oder häufiger täglich in seiner Arbeit unterbrochen. Dies ergab eine kürzlich im Auftrag von Slack durchgeführte Umfrage unter mehr als 2000 Beschäftigten. Besonders auffällig: 32 Prozent der Befragten identifizierten Ablenkungen durch Kollegen als größte Produktivitätsbremse, gefolgt von ineffektivem Führungsstil und übermäßigen sowie zu langen Meetings, die jeweils 31 Prozent als hinderlich empfanden.
Interessanterweise zeigt die Umfrage, dass das Homeoffice nicht für alle die Rettung vor der Bürohektik darstellt. Während 29 Prozent der Befragten angeben, im Homeoffice produktiver zu sein, empfindet dies ein nahezu gleich großer Anteil nicht so. Für 21 Prozent macht der Arbeitsort hingegen keinen Unterschied in Bezug auf ihre Produktivität. Weitere Details zu den Gründen hinter dieser unterschiedlichen Wahrnehmung wurden nicht untersucht.
Eine klare Tendenz zeigt sich hingegen bei der Frage nach der produktivsten Arbeitszeit. Die Vormittagsstunden gelten als besonders produktiv: 32 Prozent der Befragten arbeiten von 8.01 bis 10.00 Uhr am effizientesten, 34 Prozent bevorzugen das Zeitfenster von 10.01 bis 12.00 Uhr. Demgegenüber wurden der frühe Morgen sowie die Mittags- und frühen Nachmittagsstunden am häufigsten als unproduktiv bewertet.
Des Weiteren äußerten sich die Befragten zu möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität. Hierbei standen regelmäßige kurze Pausen sowie ein gesunder Lebensstil ganz oben auf der Liste. Auch To-do-Listen und feste Zeitfenster für einzelne Aufgaben wurden von vielen als essentiell erachtet.
Nina Koch von Slack unterstützt diese Einschätzung: „Nicht nur das Einhalten von regelmäßigen kurzen Pausen steigert die Produktivität. Auch das Schreiben von To-do-Listen sowie die Nutzung von Automatisierungen und Workflows im Arbeitsalltag gehören zu den Top-Produktivitätsboostern.“ Wichtig sei hierbei insbesondere, To-do-Listen richtig anzulegen und regelmäßig zu pflegen.