Die Energiewelt Europas hätte erschüttert werden können: Portugals führendes Energieunternehmen EDP hatte bereits zu Beginn des Jahres Gespräche mit dem in London gelisteten Konkurrenten SSE aufgenommen, um eine Fusion zu erörtern. Wäre der Zusammenschluss geglückt, wäre ein Energie-Gigant mit einem kombinierten Marktwert von über 44 Milliarden Dollar entstanden. Diese Summe hätte das Unternehmen jedoch noch immer hinter den Marktführern Iberdrola und Enel platziert. Angetrieben von der Aussicht auf ein umfassenderes Asset-Portfolio trat EDP vor dem Sommer mit seinem Vorschlag an SSE heran. Die Gespräche verliefen allerdings im Sand, da SSEs Führung sich entschied, unabhängig zu bleiben und in eigenes Wachstum zu investieren. Der offizielle Abschluss der Gespräche erfolgte im Juni, wie eine anonym bleibende Quelle berichtet, die mit den Verhandlungen vertraut ist. Weder EDP noch SSE wollten sich auf Nachfrage zu den Spekulationen äußern.
Wirtschaft
Strom-Giganten auf dem Prüfstand: Merger zwischen EDP und SSE gescheitert