27. August, 2026

Wirtschaft

Steuererleichterung für ausländische Fachkräfte: Mehrheit der Deutschen bleibt skeptisch

Steuererleichterung für ausländische Fachkräfte: Mehrheit der Deutschen bleibt skeptisch

Eine geplante Steuererleichterung für ausländische Fachkräfte stößt bei einer Mehrheit der Menschen in Deutschland auf Ablehnung, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Laut den Ergebnissen lehnen 63 Prozent der Befragten das Vorhaben der Ampel-Koalition ab, während nur 23 Prozent die Maßnahme unterstützen. 14 Prozent der Umfrageteilnehmer machten keine Angabe.

Interessanterweise zeigen sich dabei Unterschiede in der Zustimmung zwischen den Geschlechtern. Mit 26 Prozent befürworten etwas mehr Männer als Frauen (20 Prozent) den Steuerbonus. Besonders stark ist die Zustimmung bei den 18- bis 24-Jährigen ausgeprägt, von denen jeder Dritte für die Steuererleichterung ist. Für diese Umfrage befragte YouGov am 16. Juli 2.758 Erwachsene in Deutschland.

Geplant ist, dass neu zugewanderte Fachkräfte in den ersten drei Jahren ihres Aufenthaltes 30, 20 und 10 Prozent ihres Bruttolohns steuerfrei stellen können. Dieser Steuerbonus ist ein Bestandteil der Wachstumsinitiative, die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Finanzminister Christian Lindner (FDP) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) im Rahmen des Kompromisses zum Bundeshaushalt vereinbart wurde.

Die Bundesregierung betont, dass vergleichbare Modelle auch in vielen anderen europäischen Staaten gängig seien, um dringend benötigte ausländische Fachkräfte anzulocken. Dennoch erntet das Vorhaben nicht nur von der Union, sondern auch von innerhalb der eigenen Reihen Kritik. So äußerte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) im Deutschlandfunk, dass er über die Einigung „nicht furchtbar glücklich“ sei, da sie zu Missverständnissen führen könne.