18. August, 2026

Wirtschaft

Stabilisierung der Verbraucherpreise in China: Inflation bleibt moderat

Stabilisierung der Verbraucherpreise in China: Inflation bleibt moderat

Chinas Verbraucherpreise sind im Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gestiegen. Laut der am Mittwoch von der Statistikbehörde in Peking veröffentlichten Daten, verzeichnete der Preisindex einen Anstieg um 0,3 Punkte gegenüber Mai 2023. Damit setzt sich der Inflationstrend im zweitgrößten globalen Wirtschaftsraum bereits den vierten Monat in Folge fort. Der Anstieg lag jedoch leicht unter den Erwartungen von Analysten. Im Vergleich zum vorherigen Monat April sanken die Verbraucherpreise um 0,1 Punkte.

Im Herbst letzten Jahres und bis in den Januar hinein hatte China mit einer Deflation zu kämpfen, was einen Preisverfall bedeutet – das Gegenteil von Inflation. Obwohl dies auf den ersten Blick für Verbraucher vorteilhaft erscheint, wird eine Deflation von Ökonomen langfristig als nachteilig für die Wirtschaft betrachtet. Durch sinkende Gewinne der Unternehmen können Löhne reduziert und Arbeitsplätze gefährdet werden.

Ein weiteres Hindernis für die wirtschaftliche Erholung in China ist die anhaltend schwache Konsumentennachfrage. Dies liegt unter anderem daran, dass viele junge Menschen arbeitslos sind und der Immobilienmarkt, in den zahlreiche Chinesen ihre Ersparnisse investiert haben, kriselnd bleibt. Um die Kauflaune zu beleben, hat die Regierung Subventionen für den Austausch alter Geräte und Autos gegen neue bereitgestellt.

Analysten erwarten, dass Peking im Laufe des Jahres zusätzliche Maßnahmen ergreifen wird, um das angestrebte Wachstumsziel von rund fünf Prozent zu erreichen.