18. Juni, 2026

Wirtschaft

Stabile Stromversorgung trotz Herausforderungen: Ein Blick auf Deutschlands Netzunterbrechungen

Stabile Stromversorgung trotz Herausforderungen: Ein Blick auf Deutschlands Netzunterbrechungen

Deutschlands Stromverbraucher erlebten im vergangenen Jahr durchschnittlich 13,7 Minuten ohne Stromversorgung, was auf Beschädigungen der Leitungen bei Bauarbeiten zurückzuführen ist. Diese Daten stammen aus einer aktuellen Untersuchung des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE) und wurden vorab an die Deutsche Presse-Agentur dpa übermittelt. Die zugrundeliegende Statistik des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im VDE basiert auf Berichten der Netzbetreiber, die etwa 75 Prozent des deutschen Stromnetzes abdecken. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche Unterbrechungsdauer bei 11,8 Minuten. Ein wesentlicher Faktor für diese Störungen ist die intensive Bautätigkeit im Straßen- und Breitbandausbau seit 2020, die oftmals zu Schäden an den Stromleitungen führt. Durchschnittlich war jeder Kunde im Jahr 2023 nur einmal in drei Jahren von einer Störung betroffen, was 0,34 Unterbrechungen pro Kunde ausmacht. Nicht mitgerechnet in der Statistik sind Ausfälle durch höhere Gewalt und geplante Unterbrechungen. Letztere beliefen sich 2023 auf zusätzliche fünf Minuten pro Verbraucher, während Naturphänomene wie die Orkane Ronson, Denis und Zoltan oder das Schneetief Robin zu weiteren 4,3 Minuten ungeplanter Unterbrechungen führten. Trotz dieser Herausforderungen lobt der VDE die Stromversorgung in Deutschland als eine der stabilsten weltweit. Der VDE hebt zudem hervor, dass der Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energien die Netzauslastung steigert und den Netzbetrieb zunehmend komplexer gestaltet. Dies erfordert immer häufiger gezielte Maßnahmen, um einen sicheren Betrieb des Netzes zu gewährleisten.