28. August, 2026

Wirtschaft

Staatliche Hilfspakete für Galeria Karstadt Kaufhof: Begrenzung der Verluste in Sicht

Staatliche Hilfspakete für Galeria Karstadt Kaufhof: Begrenzung der Verluste in Sicht

Die finanziellen Belastungen für den Bund durch die staatlichen Hilfspakete an die in mehrfacher Insolvenz befindliche Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof werden laut Angaben der Regierung kontrolliert zurückgeführt. Bisher sind aus den Hilfen des Corona-Rettungsfonds (WSF) etwa 119 Millionen Euro zurückgeflossen. Diese Zahl geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Gruppe um Sahra Wagenknecht (BSW) im Bundestag hervor. Ursprünglich hatte das Wirtschaftsmagazin "Capital" darüber berichtet.

Der WSF hat seit Beginn der Unterstützungsmaßnahmen Rückflüsse aus Tilgungen, Zinsen und teilweisen Verwertungserlösen erhalten. Weitere Rückflüsse werden aus laufenden Tilgungen und Erlösen "aus einer laufenden Sicherheitenverwertung" erwartet. Das Ministerium betont jedoch, dass die endgültigen Kosten für den WSF derzeit noch nicht genau beziffert werden können.

Der staatliche Stabilisierungsfonds WSF hatte Galeria in den Jahren 2021 und 2022 mit insgesamt 680 Millionen Euro unterstützt. Ein erheblicher Teil dieser Ansprüche ging im Zuge des Insolvenzverfahrens, das 2023 beendet wurde, verloren. Ein Nachrangdarlehen über 88 Millionen Euro wurde jedoch fortgeführt. Aufgrund neuer Vereinbarungen von Sicherheiten für den Fall eines Zahlungsausfalls verfügt der WSF über vorrangige Absonderungsrechte aus der Insolvenzmasse.

Die zuständige Finanzagentur äußerte sich optimistisch, dass die Forderungen vollständig erfüllt werden. Am 1. April 2024 wurde ein weiteres Insolvenzverfahren über das Vermögen von Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet. Es wird allerdings davon ausgegangen, dass im Zuge dieser neuen Insolvenz keine weiteren finanziellen Ausfälle zu erwarten sind.