03. September, 2026

Wirtschaft

Spendenbereitschaft stark gesunken: Weniger Spender und geringeres Spendenvolumen

Spendenbereitschaft stark gesunken: Weniger Spender und geringeres Spendenvolumen

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Deutschen Spendenrates zeigt, dass die Zahl der Geldspender im Jahr 2023 so niedrig wie lange nicht ist. Die Studie, die seit 2005 durchgeführt wird und am Montag in Berlin vorgestellt wurde, offenbart, dass es seit Beginn der Erhebung noch nie so wenige Spender gab. Lediglich rund 14 Millionen Privatpersonen ab 10 Jahren unterstützen gemeinnützige Organisationen, Hilfs- und Wohltätigkeitsorganisationen sowie Kirchen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von rund 2 Millionen Spenderinnen und Spendern. Diese Entwicklung wird von Martin Wulff, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats, als "besorgniserregend" bezeichnet.

Nicht nur die Anzahl der Spenderinnen und Spender ist gesunken, sondern auch das Spendenvolumen verzeichnet einen Rückgang. Zwischen Januar und September wurden insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro gespendet, was einem Minus von rund 600 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (rund 3,8 Milliarden Euro) entspricht. Vor allem in der Not- und Katastrophenhilfe sind die Einnahmen rückläufig. Dieser Effekt tritt nach Jahren mit besonders verheerenden Katastrophen häufig auf. Beispielsweise wurden in den letzten Jahren Rekordeinnahmen erzielt, bedingt durch das Hochwasser im Ahrtal 2021 und den Krieg in der Ukraine 2022.

Die Umfrage basiert auf den Angaben von 10.000 Personen ab 10 Jahren und wurde von der Gesellschaft für Konsumforschung GfK durchgeführt. Der Deutsche Spendenrat fungiert als Dachverband von etwa 70 Spenden sammelnden Organisationen.