01. September, 2026

Wirtschaft

Sonnenschutz und Deos beleben das Geschäft von Beiersdorf

Sonnenschutz und Deos beleben das Geschäft von Beiersdorf

Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit und steigenden Preisen verzeichnet der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf einen beachtlichen Auftrieb im ersten Quartal. Besonders das Konsumsegment mit Produkten für Hautpflege, einschließlich Sonnenschutz und Deos, erlebt einen starken Zuwachs. Während die Sparte der Klebstoffe der Marke Tesa in schwierigem Fahrwasser navigiert, erwägt das Management um den Konzernchef Vincent Warnery verschiedene Strategien, um den Bereich wieder auf Kurs zu bringen.

Die Börse reagierte positiv auf die Neuigkeiten, wobei die Aktien von Beiersdorf im Verlauf des Vormittags um circa ein Prozent anstiegen. Dennoch verbleibt im aktuellen Geschäftsjahr ein marginaler Rückgang. Langfristig investierte Aktionäre können sich jedoch über eine signifikante Steigerung des Kurswertes erfreuen.

Das Unternehmen, das als Teil des renommierten Dax-Index gelistet ist, legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein organisches Umsatzplus von 7,3 Prozent vor, welches mit 2,6 Milliarden Euro die Erwartungen der Analysten leicht übertraf. Der Konzern hebt hervor, dass bei dieser Berechnung Einflüsse von Wechselkursschwankungen und Unternehmensübernahmen außen vor bleiben.

Die Erfolgswelle verdankt Beiersdorf seinen Kernmarken wie Nivea, Labello, Eucerin und Aquaphor, deren Produkte besonders reißenden Absatz fanden. Warnery verweist auch auf das Comeback des Luxussegmentes, vor allem bei den Marken La Prairie und Chantecaille, die im ersten Quartal erneut ein Wachstum verzeichneten. Das Management zeigt sich optimistisch und hofft auf eine anziehende Dynamik in der zweiten Jahreshälfte, ein Standpunkt, den auch Branchenexpertin Molly Wylenzek von Jefferies als positiv bewertet.

Die Lage bei Tesa ist indessen herausfordernder: Vor allem in den Geschäftsbereichen mit Klebstoffen für elektronische Geräte in Asien und Nordamerika sind Einbußen zu verzeichnen. Gleichwohl bleibt das Unternehmen optimistisch und verspricht für alle Divisionen eine Erholung, insbesondere im späteren Verlauf des Jahres.

In Bezug auf die Prognose für das Jahr passt Beiersdorf unter Leitung von Warnery und CFO Astrid Hermann die Erwartungen nach oben an, angepeilt wird nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen sechs und acht Prozent. Diese Prognose ist ambitionierter als zuvor kommuniziert. Trotz der Anpassung hatten Experten ohnehin mit einem konservativen Ausblick gerechnet und prognostizieren einen Jahresumsatz nahe der zehn Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll weiterhin geringfügig über dem Vorjahresniveau von 13,4 Prozent liegen.