02. September, 2026

Wirtschaft

Schwächelnde Auftragslage bedrückt deutsche Unternehmen

Schwächelnde Auftragslage bedrückt deutsche Unternehmen

Deutschlands Unternehmen spüren vermehrt den Druck einer schrumpfenden Auftragslage, wie das renommierte Ifo-Institut aus München jüngst offenlegte. Nicht nur die produzierende Industrie, sondern auch Dienstleistungsunternehmen melden in der Januar-Umfrage des Instituts einen zunehmenden Mangel an Auftragseingängen. Mit einem Anstieg auf 36,9 Prozent der Industrieunternehmen, die über Auftragsdefizite berichten, hat sich die Situation im Vergleich zum vorherigen Quartal leicht, aber gegenüber dem Vorjahr um circa 16 Prozentpunkte deutlich verschärft.

Klaus Wohlrabe, der Ifo-Umfragesachverständige, betont, dass sich der Auftragsmangel im Laufe des letzten Jahres wesentlich intensiviert hat. Betroffen sind vor allem jene Branchen, deren Geschäftsmodelle besonders energieaufwendig sind. Im Bereich des Papiergewerbes beklagen nahezu 54 Prozent der Betriebe den Mangel an Bestellungen. Auch die Metallerzeugung und -bearbeitung sehen sich mit 53,3 Prozent Überhang an ungenutzten Kapazitäten konfrontiert, während 40,6 Prozent der Unternehmen in der chemischen Industrie mit unzureichenden Aufträgen zu kämpfen haben.

Der Dienstleistungsbereich ist ebenso von diesem Trend betroffen, wie die Studie aufzeigt. Besonders unter Druck stehen die Personalagenturen: Mehr als die Hälfte (54,6 Prozent) verzeichnet ein Minus in der Auftragsbuchführung. Des Weiteren sind im Gastgewerbe 38,6 Prozent der Betriebe von einem Ausbleiben der Gäste betroffen, was die prekäre Lage unterstreicht, mit der sich zahlreiche Serviceanbieter aktuell konfrontiert sehen.

Diese Zahlen aus der Ifo-Unternehmensumfrage zeichnen ein Bild erhöhter Unsicherheit innerhalb der deutschen Wirtschaftslandschaft und könnten, falls sich der Trend fortsetzt, weitreichende Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Stabilität und das Wachstum haben.