29. August, 2026

Wirtschaft

Rückläufige Erzeugerpreise: Deutsche Produzenten verzeichnen leichten Preisschwund

Rückläufige Erzeugerpreise: Deutsche Produzenten verzeichnen leichten Preisschwund

Die jüngsten Daten des Statistischen Bundesamts offenbaren einen weiteren Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland im Mai, wenngleich der Preisverfall nicht mehr so ausgeprägt wie im Vormonat ausgefallen ist. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Produzentenpreise um 2,2 Prozent, während der Rückgang im April noch bei 3,3 Prozent gelegen hatte. Nachdem die Erzeugerpreise im Jahr 2022 in Folge des Ukraine-Kriegs phasenweise um fast 40 Prozent gestiegen waren, hat sich nun eine merkliche Korrekturbewegung eingestellt.

Der maßgebliche Treiber für den Preisrückgang bleibt weiterhin die Entwicklung der Energiepreise, die im Mai um 6,4 Prozent günstiger waren als im Vorjahr. Insbesondere Erdgas und Strom verzeichneten deutliche Preisrückgänge, während Mineralöl teurer war als vor einem Jahr. Während Vorleistungsgüter im Preis gefallen sind, mussten für Investitionsgüter höhere Ausgaben getätigt werden.

Die Erzeugerpreise sind ein wichtiger Indikator für den Preisdruck auf Herstellerebene, da sie die Verkaufspreise der Produzenten widerspiegeln. Diese Preisbewegungen haben auch einen Einfluss auf die Verbraucherpreise, die wiederum die Basis für die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) bilden. Angesichts der abgeschwächten allgemeinen Teuerung hat die EZB Anfang Juni eine erste Lockerung ihrer Geldpolitik vorgenommen.