26. August, 2026

Wirtschaft

Rückgang bei Übernachtungszahlen im April: Auswirkungen des frühen Osterferienbeginns

Rückgang bei Übernachtungszahlen im April: Auswirkungen des frühen Osterferienbeginns

Das Gastgewerbe musste im April einen merklichen Dämpfer in den Übernachtungszahlen hinnehmen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten bekanntgab, sank die Zahl der Übernachtungen von in- und ausländischen Gästen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent auf 37,1 Millionen. Hauptgrund für diesen Rückgang scheint der frühe Beginn der Osterferien zu sein.

Im Gegensatz zu den meisten Jahren starteten die Osterferien heuer bereits im März, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Viele Familien nutzten daher den März für ihren Osterurlaub, was die Übernachtungszahlen im April empfindlich schmälerte. Während die Übernachtungen von inländischen Gästen im April um deutliche 8,9 Prozent zurückgingen, konnte bei den ausländischen Besuchern ein kleines Plus von 0,4 Prozent verzeichnet werden.

Interessanterweise erzielten die Beherbergungsbetriebe im März einen Übernachtungsrekord für diesen Monat. Zusammengenommen lagen die Übernachtungszahlen für die Monate März und April insgesamt um 1,2 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dies zeigt deutlich, dass der frühe Ferienbeginn die Zahlen lediglich verschoben und nicht vermindert hat.

In den ersten vier Monaten des Jahres konnte das Gastgewerbe insgesamt 125,8 Millionen Übernachtungen verzeichnen, was einem Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei stiegen die Übernachtungen von inländischen Gästen um 2,6 Prozent auf 104,5 Millionen. Die Übernachtungen von Reisenden aus dem Ausland legten sogar um 5,5 Prozent auf 21,3 Millionen zu. Diese Zahlen beziehen sich auf Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten oder Stellplätzen.