Der traditionsreiche Römertopf bekommt ein neues Aussehen: Durch eine Farbglasur soll das beliebte Produkt nun moderner und zeitgemäßer wirken. Wie Andreas Osterhoff, Geschäftsführer der POS Handels GmbH mitteilte, bleibe die Funktionalität des Römertopfs unverändert, lediglich die Optik werde angepasst. Das Unternehmen aus Hamm in Nordrhein-Westfalen hatte im November die Markenrechte des insolventen Keramikunternehmens Römertopf aus Rheinland-Pfalz erworben.
"Mit der neuen farbglasierten Ware möchten wir den veränderten Bedürfnissen unserer Kunden gerecht werden. Statt traditioneller Küchen ist die neue Produktlinie perfekt für moderne, großzügige Wohnküchen geeignet, in denen man gerne gemeinsam kocht", erklärte Osterhoff. Die neuen, farbigen Römertöpfe sollen Ende Januar auf der ambiente-Messe in Frankfurt erstmals präsentiert werden.
Der Römertopf ist ein ovaler Topf aus Ton mit Deckel. Er ermöglicht das gemeinsame Garen von Fleisch und Gemüse im Backofen und wurde 1967 auf der Hannover Messe vorgestellt. Seit den 70er-Jahren wurden mehr als 50 Millionen Römertöpfe verkauft. Trotz des Erfolgs hatte das Unternehmen Ende Juni Insolvenz angemeldet und den Umsatzrückgang aufgrund des Krieges in der Ukraine als Hauptgrund angegeben.
Die POS Handels GmbH hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, die Produktion nach Westeuropa zu verlagern. "Am alten Standort wird nicht mehr aktiv produziert", erklärte Osterhoff. Der Standort werde voraussichtlich im ersten Quartal vom Insolvenzverwalter geschlossen. Gleichzeitig bemühe sich das Unternehmen darum, einen Produktionsstandort im Westerwald aufzubauen. Dieser würde jedoch nicht in Eigenregie betrieben werden. "Wir sind bereits in Gesprächen und machen gute Fortschritte. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr produktionfertig sind", fügte Osterhoff hinzu.