29. August, 2026

Wirtschaft

Rheinmetall erhält Rekordauftrag durch Bundeswehr

Rheinmetall erhält Rekordauftrag durch Bundeswehr

Der Rüstungskonzern Rheinmetall konnte dank der Auswirkungen des Ukraine-Krieges den größten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens an Land ziehen. Der Düsseldorfer Konzern gab am Donnerstag bekannt, einen Rahmenvertrag für Artilleriemunition mit einem Volumen von bis zu 8,5 Milliarden Euro von der Bundeswehr erhalten zu haben.

Ursprünglich hatte der seit Juli 2023 bestehende Vertrag einen Höchstwert von rund 1,3 Milliarden Euro. Dieser wurde nun um zusätzliche 7,2 Milliarden Euro erweitert. Über die genaue Anzahl der bestellten Geschosse, die über eine Reichweite von 40 Kilometern und ein Kaliber von 155 Millimetern verfügen, wurden keine konkreten Angaben gemacht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich um mehrere Millionen Einheiten handelt. Die Produktion ist hauptsächlich im niedersächsischen Unterlüß angesiedelt.

Die neu bestellte Munition soll nicht nur die nahezu erschöpften Bestände der Bundeswehr auffüllen, sondern auch in großen Mengen an die Ukraine geliefert werden. Die Ukraine, die sich in einem andauernden Konflikt mit Russland befindet, hatte bereits zuvor Munitionslieferungen aus Deutschland erhalten und wird zukünftig weitere Lieferungen erhalten. Der Beginn der Lieferungen aus dem nun erweiterten Vertrag ist für Anfang 2025 vorgesehen, wobei die erste Tranche einen Wert von 880 Millionen Euro hat. Die genaue Laufzeit des Rahmenvertrags bleibt unklar; die im vergangenen Jahr geschlossene Vereinbarung hatte eine Laufzeit von sechs Jahren. Rheinmetall, Deutschlands führender Waffenhersteller, produziert neben Munition auch Panzer, Militär-Lastwagen und Geschütze.