27. August, 2026

Wirtschaft

Rheinmetall-Chef unter massivem Personenschutz: Russische Mordpläne und ihre Folgen

Rheinmetall-Chef unter massivem Personenschutz: Russische Mordpläne und ihre Folgen

Der CEO des größten deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, steht laut einem Bericht von CNN im Fadenkreuz russischer Mordpläne, wie US-Geheimdienste Anfang des Jahres aufdeckten. Trotz des Kreml-Dementis steht Papperger unter striktem Personenschutz, wie seine jüngsten öffentlichen Auftritte zeigen. Bei einem Event in Düsseldorf wurde er von zivilen Polizisten eskortiert, während draußen Streifenwagen postiert waren. Papperger selbst gibt sich dennoch zuversichtlich und betont, dass er sich immer sicher fühle.

Papperger nimmt in der deutschen Rüstungsbranche eine besondere Rolle ein, nicht nur wegen der führenden Position von Rheinmetall, sondern auch durch seine häufigen öffentlichen Auftritte und Interviews. Er hebt regelmäßig die Bedeutung der Rüstungsgüter für die Verteidigung westlicher Werte hervor und betont den Beitrag seines Unternehmens zum Schutz Europas. Besonders stolz zeigt er sich auf die Unterstützung der Ukraine, die mit Hilfe von Rheinmetall-Hardware bedeutende Erfolge erzielt hat.

Die Liste der gelieferten Güter ist lang und umfasst Panzer, Flugabwehr-Geschütze und Artilleriemunition. Zuletzt eröffnete Rheinmetall eine Reparaturwerkstatt in der Westukraine und plant den Bau von Panzerfabriken vor Ort. Die Produktionskapazitäten des Unternehmens wurden seit Kriegsausbruch drastisch erhöht, mit besonderem Fokus auf Artilleriemunition, deren Jahresproduktion bis 2027 auf 1,1 Millionen Schuss angehoben werden soll. Das Unternehmen erlebt ein starkes Wachstum, was sich auch in einem Platz im DAX widerspiegelt.

Mit vollen Kassen engagiert sich Rheinmetall nun auch als Sponsor im Profisport, etwa beim Fußballklub Borussia Dortmund, um das Firmenimage zu verbessern und das Bewusstsein für die sicherheitsrelevante Bedeutung ihrer Produkte zu erhöhen.

Parallel zu den Mordplänen aus Russland musste sich Papperger auch gegen einen Brandanschlag auf seine Gartenlaube im April wehren, zu dem eine linke Gruppe ein Bekennerschreiben veröffentlichte. Zwar war der Sachschaden gering, jedoch zeigt sich Papperger von solchen Drohungen unbeeindruckt.

Der Kreml dementierte die Anschlagspläne scharf und bezeichnete die Berichte als Falschmeldungen ohne seriöse Belege. Dennoch zeigten sich deutsche Politiker besorgt. Während Wirtschaftsminister Robert Habeck die allgemeine Gefährdungslage betonte, rief FDP-Politiker Reinhard Houben zu einer Sondersitzung des Bundessicherheitsrats auf. Bundesinnenministerin Nancy Faeser unterstrich die Ernsthaftigkeit der Bedrohung durch russische Aggression.

Dennoch scheint Papperger zuversichtlich: Obwohl die Bedrohung durch einen möglichen russischen Anschlag eine neue Dimension erreicht hat, bleibt er standhaft und zuversichtlich.