29. August, 2026

Wirtschaft

René Benko im Visier der Ermittler: Staatsanwaltschaft durchsucht Villa und Firmensitz der Signa Holding

René Benko im Visier der Ermittler: Staatsanwaltschaft durchsucht Villa und Firmensitz der Signa Holding

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) aus Österreich hat eine Villa des Signa-Gründers René Benko in Innsbruck durchsucht. Diese Aktion am Dienstag zielte darauf ab, potenzielle Beweismittel zu sichern, wie Benkos Rechtsvertreter der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Laut seinem Anwalt verlief der Einsatz von Staatsanwaltschaft und Polizei sehr professionell, während Benko sich kooperativ und konstruktiv verhielt.

Ebenso wurde der Firmensitz der Signa Holding in Innsbruck am gleichen Tag von den Ermittlern unter die Lupe genommen. Christof Stapf, der Insolvenzverwalter der Holding, bestätigte diesen Schritt und erklärte, dass er bereits im Dezember mit der Sicherung relevanter Daten in enger Zusammenarbeit mit den Behörden begonnen habe.

Die WKStA ermittelt gegen René Benko in mehreren Verdachtsfällen. Eine Untersuchung fokussiert sich auf mutmaßlichen Kreditbetrug, bei dem Verdacht besteht, dass bei der Verlängerung von Krediten die Zahlungsfähigkeit vorgespiegelt wurde. Ein weiterer Anklagepunkt ist ein möglicher Bestechungsversuch eines hochrangigen österreichischen Finanzbeamten. Benkos Anwälte weisen sämtliche Vorwürfe entschieden zurück. Ob einer oder beide dieser Aspekte den Schwerpunkt der Durchsuchungen bildeten, bleibt offen, da sowohl Benkos Anwalt als auch die WKStA hierzu keine Angaben machten.

Die Signa-Gruppe, durch Benko aufgebaut und zuletzt in die Insolvenz geraten, umfasst zahlreiche Kaufhäuser in Deutschland. Aktuell befinden sich viele dieser Häuser im Verkaufsprozess, um Schulden in Milliardenhöhe abzubauen.