01. September, 2026

Wirtschaft

R+V Versicherung trotzt Signa-Verlusten mit Blick auf künftiges Branchenwachstum

R+V Versicherung trotzt Signa-Verlusten mit Blick auf künftiges Branchenwachstum

Inmitten der Turbulenzen rund um die Insolvenz der Signa-Gruppe vermeldet die R+V Versicherung Erfolge: Für das Geschäftsjahr 2023 konnte das Unternehmen ein herausragendes Ergebnis erzielen und blickt mit Optimismus auf weitere Wachstumschancen. Die R+V, eine Tochter der DZ-Bank-Gruppe, hat trotz der Herausforderungen rund um das Investment in Signa eine beachtliche Leistung offenbart. Genauere Informationen zu den erwarteten Verlusten hält die Versicherung allerdings zurück. Die bundesweit aktive R+V, Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe der Volks- und Raiffeisenbanken, erfreut sich über ein Vorsteuerergebnis von rund einer Milliarde Euro – ein beeindruckender Aufschwung gegenüber den 187 Millionen Euro des Vorjahres. Dieser Erfolg stützt sich vor allem auf positive Entwicklungen an den Kapitalmärkten und eine geringe Zahl von Großschadensereignissen. Das Unternehmen, das im Februar noch Kritik für sein Engagement bei Signa einstecken musste, hat nach Aussage von Vorstandschef Norbert Rollinger aus der Situation gelernt und die Risikostrategie für Kapitalanlagen entsprechend angepasst. Trotz des Verlustes sieht Rollinger keine Veranlassung zu personellen Maßnahmen, denn gegenüber einzelnen Investitionsentscheidungen sollte keine 'Hexenjagd' entstehen, so Rollinger. Die Belastungen durch Signa sind laut R+V kompensiert worden, dank einer vielseitigen Kapitalanlagestrategie, und für die kommenden Jahre erwarten sie keine weiteren negativen Auswirkungen aus diesem Engagement. Rollingers Versicherung stellt sich als einen von mehreren Investoren bei Signa dar und unterstreicht die Eigenständigkeit ihrer Anlageentscheidungen. Hervorragend wies die R+V im Jahre 2023 ein Ergebnis der Kapitalanlagen von ca. 3,5 Milliarden Euro aus, das einen wichtigen Beitrag zum Gesamtumsatz leistete, welcher um 1,5 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro anstieg. Die positiven Personalzahlen spiegeln die familienfreundliche Unternehmenspolitik wider, was die R+V als Arbeitgeber trotz des generellen Fachkräftemangels attraktiv erscheinen lässt. Für den Beginn von 2024 meldet die Versicherung bereits ein Umsatzplus von 4,3 Prozent in der inländischen Erstversicherung. Mit einer Mischung aus behobenen Risiken und starker operativer Leistung scheint die R+V Versicherung gut gerüstet zu sein, um in den kommenden Jahren weiteres Wachstum zu generieren – vor allem in einem Umfeld, in dem sie über dem Branchendurchschnitt liegen möchte.