Die politische Landschaft der Republik Moldau wird weiterhin von prowestlichen Kräften bestimmt. Präsidentin Maia Sandu hat die Stichwahl um das Präsidentenamt mit überzeugenden 54,64 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Diese erfreuliche Nachricht wurde von der Wahlleitung in Chisinau gemeldet, welche bereits mehr als 98 Prozent der Stimmen ausgezählt hat. Somit ist der Wahlsieg der 52-Jährigen sicher gestellt.
Ihr Kontrahent Alexandr Stoianoglo, der frühere Generalstaatsanwalt und Befürworter einer ausgewogeneren Außenpolitik, die auch eine Zusammenarbeit mit Russland einschließt, erhielt 45,36 Prozent der Wählerstimmen. Trotz eines achtbaren Ergebnisses konnte er die moldauische Bevölkerung nicht von einem Kurswechsel überzeugen.
Die Wahl unterstreicht die Präferenz der Bürgerinnen und Bürger der Republik Moldau, sich enger an europäische Strukturen anzulehnen und die bestehende geopolitische Richtung beizubehalten. Die Amtsinhaberin Sandu erhielt während des Wahlkampfes für ihren Kurs, der auf Annäherung an die EU setzt, viel Zuspruch – ein Fakt, der ihr letztendlich zum Sieg verhalf.