19. Februar, 2026

Wirtschaft

Prognos-Institut warnt vor nachlassender Globalisierung

Prognos-Institut warnt vor nachlassender Globalisierung

Das renommierte Prognos-Institut hat in einer aktuellen Studie die Warnung ausgesprochen, dass die deutschen Exporteure mit einer anhaltenden Abschwächung der Globalisierung rechnen müssen. Diese Entwicklung könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft und insbesondere auf die Exportindustrie haben, die stark von der Vernetzung globaler Märkte abhängig ist. Laut den Fachexperten für Außenwirtschaft ist es unwahrscheinlich, dass es eine Renaissance der multilateralen, weltwirtschaftlichen Kooperation geben werde, was zu einer teilweisen Rückkehr national fokussierter Wirtschaftspolitik führen könnte.

Die Untersuchung, die von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in Auftrag gegeben wurde, zeigt, dass Deutschland insbesondere aufgrund des Exportanteils an der nationalen Wertschöpfung von rund einem Drittel empfindlich auf Veränderungen im globalen Handelsgefüge reagiert. Speziell die geopolitischen Spannungen der letzten Zeit und die starken wirtschaftlichen Verflechtungen mit China stellen nach Ansicht des Instituts ein substanzielles Risiko dar. Als mahnendes Beispiel wird der deutliche Rückgang der Exporte nach Russland im Zuge des Konfliktes in der Ukraine angeführt.

Dennoch warnt die Studie vor einer überstürzten Lösung von internationalen Wirtschaftsbeziehungen, etwa einer vorschnellen Abkopplung Chinas. Eine solche Maßnahme würde laut der Experten von Prognos erhebliche Teile der bestehenden Absatz- und Beschaffungsmärkte gefährden. Stattdessen empfiehlt die Studie eine strategische Diversifizierung der Lieferketten. Im konkreten Beispiel wird die Möglichkeit genannt, dass Unternehmen Elektromotoren statt aus China vermehrt aus anderen Quellen wie Nordamerika beziehen könnten.

Inspiriert von den fundierten Erkenntnissen dieser Untersuchung, könnten sich somit neue, resiliente Handelsstrukturen und -partnerschaften als zukunftsfähige Alternative für Deutschlands Wirtschaft herauskristallisieren.