03. September, 2026

Wirtschaft

Philips zieht Magnetresonanztomografen (MRT) aus dem Verkehr - hoher Druck auf die Aktie

Philips zieht Magnetresonanztomografen (MRT) aus dem Verkehr - hoher Druck auf die Aktie

Der Medizintechnikhersteller Philips muss erneut einen Rückschlag in den USA hinnehmen. Aufgrund möglicher Probleme hat das Unternehmen beschlossen, eine bestimmte Serie von Magnetresonanztomografen (MRT) zurückzurufen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte vor einem potenziellen übermäßigen Druckaufbau von Helium gewarnt, der im schlimmsten Fall zu einer Explosion führen könnte. Die FDA hat den Rückruf als "Klasse 1"-Fall eingestuft, die höchste Warnstufe.

Derzeit befinden sich 340 dieser Systeme im Umlauf, wovon sich 150 in den USA befinden. Der Rückruf stellt somit eine große Herausforderung für Philips dar. Die Niederländer sehen sich bereits seit mehr als zwei Jahren mit Problemen bei einigen Beatmungsgeräten für die Schlaftherapie konfrontiert. In diesen Beatmungsgeräten wurde ein Dämmschaumstoff verwendet, von dem sich Partikel lösten. Der Rückruf und die damit verbundenen Rechtsstreitigkeiten haben Philips bereits über eine Milliarde Euro gekostet.

Für den Medizintechnikhersteller bedeutet der erneute Rückruf einen weiteren Rückschlag in den USA. Dies spiegelt sich auch auf dem Aktienmarkt wider, denn die Philips-Aktie fiel in Amsterdam im frühen Handel um mehr als zwei Prozent. Investoren sind verständlicherweise verunsichert angesichts der wiederholten Probleme in den USA und möglicher finanzieller Auswirkungen für das Unternehmen.