18. Juni, 2026

Wirtschaft

Panzer-Allianz: Rheinmetall und Leonardo schmieden Rüstungsgiganten

Panzer-Allianz: Rheinmetall und Leonardo schmieden Rüstungsgiganten

Die europäische Rüstungsindustrie steht vor einem beeindruckenden Wandel: Rheinmetall, Deutschlands führender Rüstungskonzern, und der italienische Branchenriese Leonardo, bekannt aus den Tagen als Staatsunternehmen Finmeccanica, haben sich zu einer neuen Kraft im Bau von Kampfpanzern zusammengeschlossen. Das frisch gegründete Unternehmen, an dem beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sind, wartet nur noch auf die behördliche Absegnung, die bis Anfang 2025 erwartet wird. Direkt zum Start winkt ein lukrativer Auftrag über mehr als 20 Milliarden Euro von der italienischen Armee.

Ihr Hauptquartier erhält die neue Firma in Rom, während das zentrale operative Drehkreuz in der norditalienischen Hafenmetropole La Spezia angesiedelt wird. Hier befindet sich auch ein bestehendes Werk von Leonardo. Italien wird somit zum Hauptschauplatz der Aktivitäten, wobei auch andere europäische und internationale Armeen ins Visier genommen werden sollen.

Im Mittelpunkt des Innovationsschubs stehen der von Rheinmetall entwickelte Panzer "Panther" sowie der Schützenpanzer Lynx. Diese Modelle dienen als Grundlage für die neuen Entwicklungen. Die Kooperation bezeugt den wachsenden Modernisierungsbedarf europäischer Streitkräfte und setzt auf zukunftsweisende Technologien, die den globalen Markt erobern sollen.

Leonardo ist nicht nur im Panzerbau aktiv, sondern beteiligt sich auch am Bau von Kampfjets wie dem F-35 und dem Eurofighter und liefert Teile an Flugzeuggiganten wie Airbus und Boeing. Mit über 50.000 Beschäftigten erzielt das Unternehmen Umsätze von über 15 Milliarden Euro. Auch Rheinmetall präsentiert sich stark mit einem Umsatz von 7,2 Milliarden Euro und Auftragsbüchern, die dank des steigenden Bedarfs seit Beginn des Ukraine-Kriegs randvoll sind.