29. August, 2026

Wirtschaft

OECD nimmt Thailand ins Visier: Neue Beitrittsgespräche beschlossen

OECD nimmt Thailand ins Visier: Neue Beitrittsgespräche beschlossen

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat entschieden, Beitrittsgespräche mit Thailand zu beginnen. Diese Entscheidung des OECD-Rates wurde in Paris verkündet. Bereits im Februar gab es die Ankündigung, dass Indonesien entsprechende Gespräche mit der OECD führen wird. Generalsekretär Mathias Cormann betonte die strategische Bedeutung der Region Südostasien für die Organisation.

Durch die Beitrittsgespräche soll der Reformprozess in Thailand gefördert werden. Experten und verschiedene Gremien der Industriestaatenorganisation werden im Zuge der Verhandlungen prüfen, inwiefern Thailand den Standards und Politiken der OECD entspricht. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf offenem Handel, Investitionen und dem Kampf gegen Korruption. Nach dieser Überprüfung wird die OECD dem Land konkrete Reformvorschläge unterbreiten. Die Dauer der Beitrittsgespräche ist jedoch nicht festgelegt.

Die OECD umfasst Länder, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. Zu den Mitgliedsstaaten gehören große Volkswirtschaften wie Deutschland, die USA und Japan, aber auch Schwellenländer wie Mexiko und Chile. Insgesamt zählt die OECD 38 Mitgliedsstaaten. Darüber hinaus befinden sich Länder wie Brasilien und Kroatien ebenfalls in Beitrittsgesprächen. Die Fachleute der Organisation sind bekannt für ihre Konjunkturprognosen und initiieren den weltweit größten Schulleistungstest Pisa.