01. September, 2026

Wirtschaft

Nach Übernahme: Galeria blickt in eine neue Zukunft

Nach Übernahme: Galeria blickt in eine neue Zukunft

Der Deutsche Städtetag zeigt sich erleichtert über die Übernahme der krisengebeutelten Warenhauskette Galeria durch ein Investorenkonsortium. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy betonte, die Nachricht sei für viele Städte mit Galeria-Standorten ein Grund zur Hoffnung. Die neuen Inhaber verfolgen den Ansatz, mit mindestens 70 Filialen langfristig zu planen und bieten den ehemaligen Dependancen der Signa-Gruppe damit die Möglichkeit eines erfolgreichen Neubeginns. Aktuell werden noch 92 Filialen von Galeria betrieben.

Dedy hob die Bedeutung des Erhalts der Kaufhäuser für die urbane Struktur hervor. Nicht nur für die Beschäftigten, die lange um ihre Arbeitsplätze gefürchtet haben, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger, die die Warenhäuser als zentralen Treffpunkt in den Innenstädten nutzen, sei die Weiterführung einzelner Filialen von großer Wichtigkeit.

Allerdings ist auch klar, dass einige Standorte im Zuge der Neustrukturierung geschlossen werden. Dies stellt eine harte Realität für die betroffenen Gemeinden und Mitarbeiter dar. Der Deutsche Städtetag fordert deshalb rasche Konzeptentwicklungen für die leerstehenden Gebäude, um Leerstand zu vermeiden und urbane Zonen attraktiv zu halten. Kreative Umnutzungen ehemaliger Kaufhausflächen, etwa als Bildungs- oder Kultureinrichtungen, Fitnesseinrichtungen oder Wohnkomplexe, bieten hier Ansätze für eine neue städtische Vitalität.